14.02.2020 Markus Bußler

Barrick Gold: Feindliche Übernahme?

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Barrick Gold
Trendthema

Die Aktie des weltweit zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold konnte gestern knapp drei Prozent zulegen und arbeitet damit aus charttechnischer Sicht weiter an einem großen Kaufsignal. Derweil meldet sich CEO Mark Bristow zu Wort. Es geht wieder einmal um eine mögliche Fusion beziehungsweise Übernahme von Freeport McMoRan. Legt Barrick bald ein feindliches Übernahmeangebot für den Kupfer- und Goldproduzenten vor?

Das erscheint unwahrscheinlich. Ein feindliches Übernahmeangebot für Freeport plane Barrick Gold nicht, erklärte der CEO. Allerdings bekräftigte er gleichzeitig sein Interesse an Freeports Grasberg Mine in Indonesien. Grasberg ist die weltweit zweitgrößte Kupfer- und größte Goldmine. Bristow hatte sich unlängst als Kupfer-Bulle geoutet. Seiner Ansicht nach spiele Kupfer eine entscheidende Rolle bei der Elektromobilität. Deshalb wolle er Barrick auch als Kupferproduzent etablieren.

Barrick Gold (WKN: 870450)

Bristow sieht keinen Wettstreit um die Grasberg-Mine. Zuletzt hatte sich Rio Tinto aus dem Projekt zurückgezogen und seinen Anteil verkauft. Chinesische Konzerne hätten auch keinen Zugriff, da Grasberg nun von einem U.S.-Konzern gehalten werde. Allerdings brauche ein Angebot Zeit, erklärte Bristow. Ein Deal müsste im besten Interesse von allen Beteiligten sein. Es könne aber Jahre dauern, bis alles unter Dach und Fach sei. Aber auch wenn kein Vertrag auf dem Tisch liege, so sollte der Markt dennoch die Botschaft hören.

Die Barrick-Aktie sieht charttechnisch stark aus. Das Papier strebt langsam aber sicher wieder in Richtung des 2016er Hochs bei 30 Kanadischen Dollar. Dies sollte aber nur eine Zwischenstation zu weitaus höheren Kursen sein. Barrick steht heute deutlich besser da als noch 2016, der Konzern könnte Ende des Jahres netto schuldenfrei sein. Damit hat Barrick wieder jede Menge finanziellen Spielraum für neue Käufe oder für die Entwicklung eigener Projekte.