Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
Foto: Shutterstock
16.04.2021 Benjamin Heimlich

Applovin: Börsenstart verkorkst – und jetzt?

-%
APPLOVIN CORP.A

Das ging daneben. Am Donnerstag feierte Applovin sein Börsendebut an der Nasdaq und musste den ersten Handelstag mit einem dicken Minus beenden. Anleger dürfte insbesondere der Verlust, den das Unternehmen im letzten Jahr eingefahren hat, abgeschreckt haben. Dabei zeichnen die Zahlen überwiegend ein positives Bild.

Gleich zur Eröffnung rauschte der Kurs der Applovin-Aktie fast 14 Prozent nach unten und erholte sich auch im Verlauf des Tages nicht mehr. Am Ende ging das Unternehmen bei 65,20 Dollar aus dem Handel – 18,5 Prozent unter dem Ausgabepreis von 80 Dollar.

Dabei hatte das Unternehmen durchaus gute Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg 2020 gegenüber dem Vorjahr um fast 46 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig wies das Management eine Net Revenue Retention Rate von 118 Prozent aus. Das Unternehmen verdiente also mit den Bestandskunden 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das deutet darauf hin, dass das Produkt bei den Kunden ankommt und sie zusätzliche Services buchen beziehungsweise höhere Preise akzeptieren.

Getrübt werden diese Zahlen allerdings von der Tatsache, dass Applovin im vergangenen Jahr einen Betriebsverlust von knapp 62 Millionen Dollar eingefahren hat. 2019 stand noch ein Plus von 194 Millionen zu Buche. Insbesondere die höheren Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung (plus 400 Prozent) schlugen ins Kontor.

DER AKTIONÄR hält Applovin trotz des verpatzten Börsenstarts für eine spannende Wachstumsstory. Wachtlist.