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AppLovin: Erholung nach Shortangriff gestartet – jetzt zugreifen?

AppLovin: Erholung nach Shortangriff gestartet – jetzt zugreifen?
Foto: ZUMAPRESS.com/Pavlo Gonchar/dpa/picture alliance
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Jan-Paul Fóri 23.01.2026, 19:57 Jan-Paul Fóri

Neben dem Nasdaq 100 zieht am Freitag auch die AppLovin an. Nachdem das Papier in den vergangenen Tagen wegen eines Shortangriffs unter Druck geraten war, liegt inzwischen eine Stellungnahme des US-Konzerns vor. DER AKTIONÄR beleuchtet, welche schweren Vorwürfe der Leerverkäufer CapitalWatch AppLovin macht. 

CapitalWatch behauptete in einem ausführlichen Short-Bericht, AppLovin diene als „sicherer Hafen“ für Gelder aus chinesischen Schnellballsystemen und Betrugsoperationen in Kambodscha. Im Zentrum der Anschuldigungen steht Hauptaktionär Hao Tang, der angeblich mit dem Zusammenbruch der chinesischen P2P-Plattform Tuandai.com verknüpft sei. Der Bericht suggerierte, Tangs Anteile könnten in illegale Finanztransaktionen involviert sein.

Darüber hinaus warf der Bericht AppLovin vor, dass firmeneigene Produkte wie das KI-gesteuerte Werbesystem AXON und die „Silent Install“-Funktion als „digitale Waffen“ für kriminelle Syndikate genutzt werden, um illegale Gelder durch fingierte App-Store-Transaktionen in legale Werbeeinnahmen umzuwandeln.

AppLovin widerspricht vehement

In einer Stellungnahme wies das Unternehmen die Vorwürfe inzwischen entschieden zurück. AppLovin bezeichnete den Bericht als „voller falscher, irreführender und unsinniger Behauptungen“ und betonte, dass es als börsennotiertes Unternehmen nicht kontrollieren könne, wer Aktien kauft oder verkauft.

Das Werbe-Ökosystem von AppLovin unterliegt umfangreichen Compliance-Prüfungen, darunter Know-Your-Customer- und Steuerkontrollen, sowie automatisierten und manuellen Überprüfungen. Illegale Inhalte werden konsequent entfernt, Regelverstöße führen zum Ausschluss von Plattformteilnehmern. Aus wirtschaftlicher Sicht sei das Szenario einer Geldwäsche über die Plattform unrealistisch: Werbegelder würden über mehrere Instanzen fließen, wodurch jede illegale Handlung auffällige Spuren hinterlassen würde.

Nicht die erste Shortattacke

Trotz der heutigen Erholung halten sich die Anleger bedeckt. Ähnliche Berichte von Shortsellern wie Muddy Waters, Fuzzy Panda oder Culper Research hatten in der Vergangenheit bereits Druck auf AppLovin ausgeübt. CEO Adam Foroughi ließ 2025 eine unabhängige Untersuchung durch die Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan starten, um die Shortseller-Vorwürfe zu prüfen. Foroughi betonte, dass die Anschuldigungen „falsch, irreführend und auf persönliche finanzielle Interessen ausgerichtet“ seien.

Applovin (WKN: A2QR0K)

Der Aktienkurs von AppLovin ist in den letzten drei Jahren um über 5.000 Prozent gestiegen. Daher verwundert es nicht, dass die Aktie bei Leerverkäufern hoch im Kurs steht. Schließlich leben Shortseller davon, dass Aktien fallen. AppLovin ist derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR – aufgrund der Shortattacke drängt sich ein Einstieg momentan noch nicht auf. Da das Unternehmen jedoch überaus spannend ist, landet der Wert auf der Watchlist.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Applovin.

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