++ Ölpreis explodiert: Goldfolio zeigt die spannendsten Rohstoff-Aktien ++

Baldiges Ende des Iran‑Krieges? Ölpreise geben nach

Baldiges Ende des Iran‑Krieges? Ölpreise geben nach
Foto: ChatGPT
Chevron Corp. -%
Thorsten Küfner Heute, 06:44 Thorsten Küfner

Im gestrigen Handel gab es eine spektakuläre Wende am Ölmarkt. Nachdem die Preise für Brent- und WTI-Öl zunächst bis auf über 100 Dollar nach oben geschossen sind, knickten sie im weiteren Handelsverlauf kräftig ein und schlossen im Vergleich zum Schlusskurs am Freitag sogar tiefer. Dies hat vor allem einen Grund. 

So erklärte Trump gegenüber einer "CBS News"-Reporterin: "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationsmittel, sie haben keine Luftwaffe." Trump ergänzte zudem, dass man dem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen für den Krieg von vier bis fünf Wochen "weit voraus" sei. Mit Blick auf die Straße von Hormus – einem aktuell durch den Iran weitgehend blockierten Nadelöhr im weltweiten Öl- und Gashandel – habe Trump gesagt, er erwäge, diese zu übernehmen. Diese Aussagen schürten natürlich die Hoffnungen, dass in Kürze auch wieder Öltanker die für den globalen Ölhandel strategisch wichtige Meerenge passieren können. 

Zuvor sorgten bereits die Diskussionen über eine mögliche Freigabe von strategischen Ölreserven für Gegenwind. An einem Treffen der G7-Staaten zu diesem Thema nahm auch der Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, teil. Zwar informierte die IEA die Teilnehmer über die zunehmend angespannte Situation an den weltweiten Ölmärkten. Dennoch will man noch nicht intervenieren – könnte dies aber durchaus kraftvoll machen. Denn insgesamt verfügen die 32 Mitgliedsländer der Agentur über strategische Notreserven von rund 1,2 Milliarden Barrel Rohöl. Darüber hinaus existieren zusätzliche Industrievorräte von etwa 600 Millionen Barrel.

Strategische Ölreserven werden von Staaten in außergewöhnlichen Krisensituationen eingesetzt, um Versorgungsengpässe abzufedern oder starke Verwerfungen auf den Energiemärkten zu begrenzen. Dieses Instrument kommt jedoch nur selten zum Einsatz. In Deutschland wurden die nationalen Ölreserven bislang viermal freigegeben – jeweils im Rahmen gemeinsamer Entscheidungen der Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur.

ExxonMobil (WKN: 852549)

Sollte sich tatsächlich ein Ende des Iran-Krieges abzeichnen, dürften die Ölpreise wieder deutlich sinken. Schließlich ist die Welt grundsätzlich sehr gut mit Rohöl versorgt – sofern nicht die wichtigste Transitroute für den Ölhandel blockiert ist. Neuengagements bei Ölproduzenten drängen sich daher aktuell nicht akut auf. Wer bei laufenden Empfehlungen wie etwa TotalEnergies oder Chevron bereits an Bord ist, bleibt dabei und beachtet die Stoppkurse bei 52,00 Euro (TotalEnergies) beziehungsweise 125,00 Euro (Chevron). 

Dividenden-Report
Dividenden-Report

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Chevron Corporation - €
TotalEnergies - €

Aktuelle Ausgabe

Nahostkonflikt: Krisenprofiteure im Fokus

Nr. 11/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.