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02.06.2020 Thobias Quaß

AMD: Neuer Angriff auf Intel

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AMD

In einem ersten Schritt spendet AMD Supercomputer an drei US-Universitäten: Die New York University (NYU), das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die Rice University bekommen Hochleistungsrechenzentren für ihre Covid-19-Forschungsprogramme. Die AMD-Aktie konsolidiert nach der Rallye im April, aber die 50-Tages-Linie hält!

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Penguin Computing hat AMD auch ein Rechenzentrum zur Corona-Forschung für Wissenschaftler auf der ganzen Welt eingerichtet. Per Fernzugriff können sie auf die mehreren Teraflops (Billionen Aufgaben, die pro Sekunde ausgeführt werden können) erreichende Rechenkapazität zugreifen. All das ist Teil des 15 Millionen Dollar schweren AMD HPC Fonds, der helfen soll, diese und zukünftige Pandemien einzudämmen.

Hochleistungscomputer spielen in der modernen Virenforschung eine entscheidende Rolle, um unser Verständnis über neue Viren zu vertiefen und letztlich die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen.

AMD-Chefin Lisa Su

Das ist für AMD ein weiterer Schritt, das Data-Center-Geschäft als zweites großes Standbein zu etablieren. Anfang Mai hat der Konzern bereits einen Großauftrag für ein Rechenzentrum im Gesundheitswesen gewonnen – und damit Intel ausgestochen.

Letztes Jahr hat AMD mit seiner Nano-Technologie Intel bis mindestens Ende 2021 überholt. Im Data-Center-Business kann der Krisenprofiteuer (übrigens ein 2021er KGV von 41 im Vergleich zu Intels 2021er KGV von 12) das nun ausnutzen und poliert gleichzeitig sein Image weiter auf. Denn mit den Supercomputern sollen die Unis auch für zukünftige Seuchen gewappnet sein. Trotzdem fällt die Aktie nach ihren Höchstständen in der zweiten Aprilhälfte und testet die als Unterstützung dienende 50-Tages-Linie. Anleger können die niedrigen Kurse zum Einstieg nutzen, alle anderen lassen die Gewinne laufen.

AMD (WKN: 863186)