28.04.2020 Emil Jusifov

Alphabet vor Quartalszahlen: Das können Anleger erwarten!

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Alphabet

Als erstes Unternehmen aus dem GAFAM-Index wird Alphabet (Google) heute nach der Schließung der US-Börsen seine Zahlen zum ersten Quartal 2020 präsentieren. DER AKTIONÄR zeigt auf, was Anleger erwarten können.

Alphabet hat bereits im Vorfeld angedeutet, dass es im laufenden Jahr aufgrund der Coronakrise mit Umsatzeinbußen rechnet. Insbesondere das Werbegeschäft von Alphabet soll stark unter den Folgen der Pandemie leiden.

Die Analysten erwarten laut Zacks.com einen Q1-Umsatz von 32,82 Milliarden Dollar (plus 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der Gewinn je Aktie soll bei 10,97 Dollar liegen (minus 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Sparmaßnahmen

Als Reaktion hat Alphabet bereits drastische Sparmaßnahmen angekündigt. So soll das Marketing-Budget um die Hälfte verkürzt werden. Auch andere Ausgaben (wie etwa für Personalkosten) sowie das Investitions- und Projektbudget sollen deutlich zurückgefahren werden.

Bereits vorletzte Woche erklärte CEO Sundar Pichai gegenüber seinen Mitarbeitern:

Genau wie bei der Finanzkrise 2008 leidet jetzt die gesamte Weltwirtschaft, und Google und Alphabet sind nicht immun gegen die Auswirkungen dieser globalen Pandemie. Wir existieren in einem Ökosystem von Partnerschaften und miteinander verbundenen Unternehmen, von denen jetzt viele erhebliche Probleme haben.

Sundar Pichai
Alphabet (WKN: A14Y6F)

Gelingt Alphabet eine positive Überraschung bei den Q1-Zahlen, dann könnte die Aktie die 200-Tage-Linie bei rund 1277 Dollar durchbrechen und damit ein neues technisches Kaufsignal auslösen. Andernfalls droht wieder ein Abrutschen unter die Marke bei 1200 Dollar. DER AKTIONÄR bleibt für die langfristige Zukunft des Konzerns aufgrund seiner starken fundamentalen Verfassung, hoher Liquiditätsreserven und Innovationsfähigkeit sehr optimistisch. Dabeibleiben, Gewinne laufen lassen.

Wer etwas breiter in Big Tech investieren will, kann einen Blick auf den GAFAM-Index werfen. Der vom AKTIONÄR aufgelegte Index beinhaltet die fünf größten US-amerikanischen IT-Unternehmen: Alphabet (Google), Apple, Facebook, Amazon und Microsoft. Die Aktien werden jährlich gleichgewichtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Dividenden werden bei der Indexberechnung allerdings nicht berücksichtigt. Der GAFAM Index hat seit der Auflegung rund 117 Prozent zugelegt.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alphabet.

Hinweis auf potenzielle Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Die Börsenmedien AG hat mit Morgan Stanley als Emittent des Finanzinstruments eine Lizenzvereinbarung geschlossen, wonach die Börsenmedien AG Morgan Stanley eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von Morgan Stanley Vergütungen.

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Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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