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01.10.2016 Werner Sperber

Aktionärsbrief: Drei Kaufgründe für Vale

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Vale

Der Aktionärsbrief verweist auf Wahlversprechen von Hillary Clinton und Donald Trump, wonach die US-Präsidentschafts-Kandidaten in der nächsten Legislaturperiode wesentlich mehr als eine Billion Dollar ausgeben würden, um die marode Infrastruktur der USA auszubessern. Das wäre das größte Konjunkturprogramm in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein weiterer Grund für anziehende Rohstoffpreise ist die wieder gestiegene Nachfrage aus der Volksrepublik China. Drittens haben viele Minen-Konzerne ihre Investitionen und Fördermenge gesenkt, wobei auch Minen geschlossen worden sind. Die Rohstoff-Konzerne sind heute so kosteneffizient wie nie zuvor. Wenn die Preise nun steigen, erhöhen sich die Gewinne der Unternehmen sofort überverhältnismäßig stark.

Vale ist der weltgrößte Produzent von Eisenerz. Analysten erhöhen derzeit ihre Schätzungen für das brasilianische Unternehmen am stärksten unter allen Rohstoff-Firmen. Statt eines negativen freien Cashflows soll Vale im nächsten Jahr einen positiven erwirtschaften. Das Kurs-EBITDA-Verhältnis für das nächste Jahr beträgt 5,9. Das ist die niedrigste Bewertung im gesamten Sektor. Andererseits ist Vale überschuldet. Die Preise für Eisenerz müssen also steigen, um die Existenz von Vale zu sichern. Vor diesem Hintergrund rät Der Aktionärsbrief nur nervenstarke Anleger in die schwankungsanfällige Aktie einzusteigen.