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22.11.2021 Michael Schröder

AKTIONÄR-Tipp Lloyd Fonds: +215% dank erfolgreicher Neuausrichtung – die Hintergründe und Ziele!

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Lloyd Fonds

Als bankenunabhängiger Asset Manager und Vermögensverwalter mit einem Schuss Fintech ist Lloyd Fonds eine echte Finanzspezialität. In den letzten Tagen hat die Gesellschaft gleich mit zwei geplanten Übernahmen für Aufsehen gesorgt. Vorstand Achim Plate erklärt im Gespräch die Hintergründe der Deals und zeigt auf, welchen Einfluss die beiden Zukäufe auf die Wachstumsstrategie 2023/25 haben.

Sie interessieren sich für die Welt der heimischen Nebenwerte? Mit den kostenlosen Real-Depot News können Sie sich unverbindlich ein Bild von den vielseitigen Anlagemöglichkeiten im Small-Cap-Bereich machen. AKTIONÄR-Redakteur Michael Schröder schreibt Ihnen seine Einschätzung zu interessanten Investmentideen und aussichtsreichen Nebenwerten.

DER AKTIONÄR: Herr Plate, die Lloyd Fonds AG hat ein Übernahmeangebot der Bayerischen Vermögen in München gemeldet. Können Sie das Angebot kurz erläutern?

Achim Plate: Mit dem Abschluss eines Business Combination Agreements mit der BV Holding AG haben wir die geplante Übernahme einer Zielmehrheit von mindestens 90 Prozent am Grundkapital der Bayerische Vermögen-Gruppe beschlossen. Dabei haben wir uns durch den Abschluss von Aktionärsvereinbarungen mit den Organen und weiteren Mitarbeitern der Bayerischen Vermögen-Gruppe zunächst eine Beteiligung von knapp 50 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft gesichert. In einem zweiten Schritt haben wir nun allen weiteren freien Aktionären der Bayerischen Vermögen-Gruppe im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Angebotes die Übernahme ihrer Aktien gegen Barzahlung von 63,50 Euro je Aktie angeboten.

Was zeichnet die Bayerische Vermögen aus?

Die Gesellschaft ist ein renommierter Vermögensverwalter im süddeutschen Raum. Die Gruppe verwaltet mit über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern derzeit ein AuM-Vermögen von rund 2,5 Milliarden Euro vom Hauptstandort München und den drei weiteren Standorten in Chiemgau, Tegernsee und Main-Spessart. Mit Abschluss der Transaktion sind wir am Ende also mit unserer persönlichen Vermögensverwaltung sowohl prominent in Norddeutschland durch die Lange Assets & Consulting GmbH als auch in Süddeutschland durch die Bayerische Vermögen-Gruppe vertreten.

Treibt die Entwicklung gezielt voran: CEO Achim Plate

Welches AuM-Wachstum erzielen Sie, wenn die Übernahme erfolgreich umgesetzt ist?

Mit Vollzug der Transaktion, die wie üblich noch unter dem Vorbehalt des erfolgreichen Abschlusses des Inhaberkontrollverfahren durch die BaFin steht, soll das verwaltete AuM-Volumen im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN auf über 3,0 Milliarden Euro ansteigen und wäre damit gemessen am AuM-Volumen dann unser größtes Geschäftsfeld im Konzern. Insgesamt wird durch diesen Schritt ein Anstieg des verwalteten AuM-Volumens der Lloyd Fonds AG auf knapp 5,0 Milliarden Euro erwartet. Entsprechend sollten wir mit diesem Schritt gemessen an den Provisionserlösen dann zu den Top 5 der unabhängigen Vermögensmanager in Deutschland gehören. Dies zeigt die Bedeutung dieser Transaktion. Wir streben eine Erstkonsolidierung der Bayerischen Vermögen-Gruppe ab dem 1. Januar 2022 an.

Können Sie etwas zur Bewertung sagen?

Der für die Übernahme von bis zu 100 Prozent der Aktien an der BV Holding AG zu leistende Gegenwert inklusive der über vier Jahre zu leistenden Earn-Out-Zahlungen wird sich auf Grundlage der aktuellen Planungen auf rund 18,53 Millionen Euro belaufen. Der Übernahme liegt eine von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers erstellte Fairness Opinion zugrunde, die die Angemessenheit der Gegenleistung bestätigt.

Damit ist LLOYD VERMÖGEN das größte Geschäftsfeld. Sollen weitere Zukäufe folgen?

Ich habe immer gesagt, dass wir weiter sowohl organisch als auch anorganisch wachsen wollen, um unser langfristiges Ziel eines verwalteten AuM-Volumens von rund 7,0 Milliarden Euro Ende 2024 zu erreichen. Daher schließe ich weitere Akquisitionen sowohl im Bereich der persönlichen Vermögensverwaltung als auch in unseren beiden anderen Geschäftsfeldern LLOYD FONDS und LLOYD DIGITAL natürlich nicht aus.

Die Übernahme war nicht die einzige Meldung: Die Lloyd Fonds AG hat sich in der letzten Woche überraschend auch am Berliner FinTech growney beteiligt. Welche Strategie steckt dahinter?

Die strategische Partnerschaft mit dem FinTech und Robo-Advisor growney ist der Startschuss für den Ausbau unseres digitalen Angebots im Geschäftsfeld LLOYD DIGITAL zu einem Full-Service-Lösungsanbieter. Unser WealthTech LAIC, mit dem wir seit April 2019 Privatanlegern und institutionellen Kunden digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung anbieten und growney ergänzen sich dabei perfekt.

Also fahren Sie hier in Zukunft zweigleisig.

Wir werden dabei ab 2022 im Rahmen einer Zwei-Marken-Strategie sowohl vermögenden und institutionellen Kunden über LAIC als auch preissensiblen, unabhängigen Retail-Investoren über growney digital gesteuerte Anlagelösungen anbieten. Wir setzen dabei weiterhin konsequent den Megatrend der Nutzerzentrierung um, zielgerichtete datenbasierte Angebote für unsere Kunden zu liefern.

growney gehört zu den am schnellsten wachsenden digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland. Was macht growney besser als die Konkurrenz?

growney hat seit 2016 erfolgreich ein Endkundengeschäft aufgebaut. Kunden können, unterstützt durch einen einfachen, agilen Onboarding-Prozess mit einer hohen User-Experience in insgesamt zehn verschiedene Anlagestrategien auf Basis von passiven ETFs investieren. Die Strategien wurden dabei mehrfach ausgezeichnet. Zudem wurden Plattformlösungen für Drittvertriebe etabliert. Diese Vertriebskanäle münden bereits in bestehenden Partnerschaften mit den größten Maklerpools in Deutschlands. Darüber hinaus gibt es erste White-Label-Kooperationen, wie beispielsweise mit der Signal Iduna Asset Management aus Hamburg. All diese Maßnahmen führen zu einem beschleunigten Wachstum von growney, insbesondere in diesem Jahr.

Befürchten Sie nicht, dass eine 2-Marken-Strategie Zulasten Ihrer Premiummarke LAIC geht?

Mit beiden Strategien sprechen wir unterschiedliche Kundengruppen mit verschiedenen Produktlösungen, Preisvorstellungen als auch Vertriebskanälen an. Es besteht hier also eine sehr klare Differenzierung. Während growney sich auf das B2C-Geschäft mit Anlagestrategien bzw. Portfolios auf Basis von ETFs als kostengünstige Standardlösung für Privatkunden fokussiert, bietet unser WealthTech LAIC im Gegensatz dazu sowohl vermögenden als auch institutionellen Kunden individuell gesteuerte Strategien im Portfoliomanagement mit einem besonderen Fokus auf das Risikomanagement an.

Welchen Einfluss werden die beiden Zukäufe auf Ihre Wachstumsstrategie 2023/25 haben?

Die beiden Zukäufe sind ein weiterer sehr wichtiger Meilenstein für den Lloyd Fonds-Konzern und eine konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie 2023/25. In der nächsten Wachstumsphase soll insbesondere die Umsetzung des Megatrends der Nutzerzentrierung weiter verstärkt werden. Zielbild sind kundenindividuelle, nachhaltige und digitale Produktlösungen sowohl für Privat- als auch institutionelle Kunden, die wir über breite Vertriebswege und Partner anbieten werden.

Lloyd Fonds (WKN: A12UP2)

Anderes Thema: Die Aktienmärkte haben weiterhin Rückenwind. Entsprechend positiv dürften die Aussichten auf weitere Performance Fees aus dem Fondsgeschäft im vierten Quartal sein, oder?

Setzt sich die bisherige Performance unserer aktiv gemanagten Fonds fort, dies bedingt natürlich eine weiterhin positive Kapitalmarktentwicklung in den letzten Wochen dieses Jahres, erwarten wir durchaus erneut nennenswerte weitere Performance-Fees als Ergebnistreiber zum Jahresende. Bekanntlich haben wir unsere Performance-Fees aus Glättungsaspekten unterjährig über die vier Abrechnungsquartale verteilt, wodurch wir unsere Stichtagsabhängigkeit deutlich reduzieren konnten. Ende Dezember werden dabei zwei unserer aktiven Fonds abgerechnet. Unter anderem mit dem Lloyd Fonds - WHC Global Discovery auch unser volumensstärkster und größter Fonds.

Zum Abschluss: Ihre Prognose 2024 sieht eine Zielmarke für das AuM-Volumen von 7,0 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 45 Prozent vor. Sehen Sie sich weiterhin im Plan auf dem Weg dorthin?

Absolut. Wer uns die letzten zwei Jahre beobachtet hat sieht, dass wir intensiv Tag für Tag an unseren gesetzten Zielen und deren Erreichung arbeiten. Die genannten Akquisitionen sind aus meiner Sicht nur ein weiterer Beleg für unser zielorientiertes Handeln und die Verfolgung unserer Strategie 2023/25. Mit den beiden Zukäufen erschließt sich nun hoffentlich für jeden interessierten Investor die Schlüssigkeit unserer ambitionierten, aber aus meiner Sicht absolut erreichbaren Prognose 2024.

DER AKTIONÄR begleitet die Neuaufstellung von Lloyd Fonds bereits seit mehreren Monaten. Im Mai 2020 lautete das Fazit: „DER AKTIONÄR meint: Hier wächst eine innovative Finanzspezialität heran.“ Die Ausdauer macht sich bezahlt. Seit der Vorstellung der Aktie liegt die Position mittlerweile über 215 Prozent im Plus. Kann Vorstand Plate seinen Fahrplan weiter wie geplant umsetzen, dürfte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung mittelfristig fortsetzen – inklusive der üblichen Konsolidierungsphasen.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Lloyd Fonds befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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