Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
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20.04.2021 Michael Schröder

AKTIONÄR-Tipp Deutz: Kurzer Schreck, doch dann wird alles klar

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Deutz

„Anpassung der Prognose 2021“, lautet die Überschrift über der aktuellen Meldung von Deutz. Doch anders als im ersten Moment gedacht, verbirgt sich hinter dieser Zeile keine Gewinnwarnung, sondern eine saubere Erhöhung der Planvorgaben. Der Motorenhersteller blickt nach einem erfolgreichen Jahresstart optimistischer nach vorne.

Der Umsatz dürfte 2021 auf 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro steigen, heißt es aus der Konzernzentrale. Grund hierfür sei die besser als erwartete Nachfrage in allen wesentlichen Anwendungsbereichen. Zuvor hatte Deutz mindestens 1,4 Milliarden Euro angepeilt. Für die EBIT-Rendite (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) vor Sondereffekten rechnet das Unternehmen nun mit ein bis zwei Prozent (vorher: mindestens ausgeglichen).

Im ersten Quartal war der Auftragseingang vorläufigen Zahlen zufolge von 356,7 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 464,8 Millionen Euro kräftig nach oben geklettert. Der Umsatz legte leicht auf 343,4 Millionen Euro zu. Das EBIT vor Sondereffekten drehte mit 800 000 Euro ins Plus. Im Vorjahr hatte es hier noch ein Minus von knapp zwölf Millionen Euro gegeben. Die EBIT-Rendite lag bei plus 0,2 nach minus 3,5 Prozent. Das vollständige Zahlenwerk soll wie geplant am 6. Mai veröffentlicht werden.

Deutz (WKN: 630500)

Deutz hat 2020 unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Doch mittlerweile mehren sich die Anzeichen, dass der Motorenbauer die operative Talsohle durchschritten hat. Neben der Erholung der Endmärkte sorgt eine erfolgreiche Umsetzung der China-Strategie für Fantasie. Die Aktie dürfte ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Das nächste Ziel lautet 7,50 Euro. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser sehen die Papiere sogar erst bei zwölf Euro fair bewertet. Und vielleicht kann die IR-Abteilung von Deutz in Zukunft die Überschriften – wenn es passt – gleich freundlicher gestalten.