Die Aktie von Adidas steht am Freitag mit rund sechs Prozent im Minus am Ende des DAX. Der Kurs fällt auf 145 Euro und erreicht damit den tiefsten Stand seit März 2023. Der Abwärtstrend beschleunigt sich, nachdem die Royal Bank of Canada den Titel abgestuft hat. Charttechnisch verschärft sich die Lage deutlich.
Die kanadische Bank RBC hat Adidas von „Outperform“ auf „Sector Perform“ gesenkt und das Kursziel von 190 auf 160 Euro gekappt. Analyst Piral Dadhania verweist auf ein schwieriges globales Marktumfeld und zu hohe Konsensschätzungen für das Jahr 2026.
Zwar schlage sich Adidas operativ besser als viele Wettbewerber, doch es fehle an klaren Kurstreibern. Zudem rechnet RBC mit einer vorsichtigen Prognose für 2026, die unter den Markterwartungen liegen könnte.
Das neue Kursziel entspricht nur noch einem Aufwärtspotenzial von rund elf Prozent. Der Branchenkenner verweist zudem auf attraktivere Perspektiven bei US-Wettbewerbern und bevorzugt innerhalb des Sektors Nike.
Das meint der Rest
Insgesamt empfehlen derzeit 27 von 33 Analysten die Aktie zum Kauf. Vier raten zum Halten, zwei zum Verkauf. Das mittlere Zwölf-Monats-Kursziel liegt bei 226 Euro. Vom aktuellen Kursniveau aus entspräche das einem Potenzial von rund 56 Prozent. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 44 Prozent an Wert verloren.
Charttechnisch ist die Situation klar negativ. Der Kurs hat jüngst den GD50 bei 161 Euro gerissen. Alle relevanten gleitenden Durchschnitte zeigen nach unten. Die nächste markante Unterstützung liegt im Bereich um 130 Euro. Darunter rückt bereits die 100-Euro-Marke in den Fokus.
Die Schwäche bleibt nicht ohne Folgen für den Sektor. Auch Puma gerät unter Druck und steht am Mittag mit mehr als fünf Prozent Minus am MDAX-Ende.
Die Probleme halten an. Der Abwärtstrend ist intakt. Stopp im Blick behalten.
Heute, 11:55