Adidas rechnet für das laufende Jahr mit steigenden Gewinnen und will seinen Marktanteil bis 2028 weiter ausbauen. Die Aktie gerät am Mittwoch dennoch deutlich unter Druck. Denn eine Kennziffer missfällt den Anlegern.
2025 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, während sich das Betriebsergebnis auf 2,06 Milliarden Euro erhöhte. Im vierten Quartal setzte der Konzern 6,08 Milliarden Euro um und erzielte einen operativen Gewinn von 164 Millionen Euro.
Adidas wird zuversichtlicher
Für das laufende Jahr erwartet Adidas einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine Belastung von etwa 400 Millionen Euro durch ungünstige Wechselkursentwicklungen und höhere US-Zölle. Die Prognose liegt allerdings unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 2,69 Milliarden Euro.
Zusätzlichen Rückenwind erwartet Adidas in diesem Jahr durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika im Sommer. Insgesamt rechnet das Unternehmen für 2025 bei konstanten Wechselkursen mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich sowie weiteren Marktanteilsgewinnen in allen Regionen.
In den Jahren 2027 und 2028 sollen die währungsbereinigten Umsätze jeweils im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Der operative Gewinn soll in diesem Zeitraum mit einer jährlichen Wachstumsrate im mittleren Bereich zulegen. Und Adidas plant höhere Kapitalrückflüsse in Form von steigenden Dividenden und weiteren Aktienrückkäufen. Für 2027 und 2028 stellt der Konzern jeweils Rückkäufe von Aktien im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro in Aussicht.
Anleger reagieren skeptisch
CEO Björn Gulden arbeitet daran zu zeigen, dass Adidas in eine neue Phase nachhaltigen Wachstums eingetreten ist. Der Konzern hatte zuletzt stark von der Nachfrage nach Retro-Modellen wie Samba und Spezial profitiert. Künftig sollen jedoch auch Performance-Produkte im Running- und Fußballbereich stärker und verlässlicher zum Gewinn beitragen. Guldens Vertrag als Vorstandschef wurde inzwischen bis 2030 verlängert.
Die Anleger zeigen sich von den Wachstumsplänen jedoch weniger überzeugt und schicken die Aktie sechs Prozent tiefer. Hintergrund sind Berichte, wonach der weltweite Sneaker-Boom an Dynamik verlieren könnte, was die Perspektiven der gesamten Sportartikelbranche belasten würde.
Mit dem Fall unter die 50-Tage-Linie hat sich das Chartbild bei Adidas deutlich eingetrübt. Investierte Anleger bleiben an Bord, beachten aber den Stoppkurs.
Heute, 09:22