BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem US-Prozess gegen Meta
Pop betonte aber auch, dass das noch lange nicht ausreiche, um junge Menschen wirksam zu schützen. "Denn das eigentliche Problem bleibt: Geschäftsmodelle und Algorithmen, die darauf ausgelegt sind, Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden. Kinder und Jugendliche brauchen keine bloßen Nutzungsgrenzen, sondern Plattformen, die von vornherein sicher sind. Die Verantwortung kann und darf nicht allein bei den Eltern liegen", sagte sie.
Plattformen müssten deshalb so gestaltet sein, dass junge Menschen geschützt sind, ohne sie von digitaler Teilhabe auszuschließen. Risikoreiche Funktionen sollten erst freigeschaltet werden, wenn Nutzerinnen und Nutzer ihre Volljährigkeit nachgewiesen haben.
Meta stimmt Vergleich zu - Neue Schutzmechanismen
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat in einem Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern einer Zahlung von insgesamt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Darauf einigte er sich mit den klagenden US-Bundesstaaten, wie aus einem entsprechenden Gerichtsdokument hervorgeht. Zugleich verpflichtete sich der Konzern zu weitreichenden Änderungen.
Mehrere US-Bundesstaaten hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben. Zugleich habe Meta Risiken vor Eltern und der Öffentlichkeit verborgen. Der Konzern wies die Vorwürfe zurück.
Meta kündigte nun neue Einschränkungen an, die Jugendliche schützen und Eltern eine stärkere Kontrolle ermöglichen sollen. Vorbehaltlich einer gerichtlichen Genehmigung sollen diese automatisch für Minderjährige zehn Jahre lang gelten, die Instagram und Facebook nutzen./sl/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
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