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Moderna wittert Chance in Deutschland – die Details

Moderna wittert Chance in Deutschland – die Details
Foto: rarrarorro/Shutterstock
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Marion Schlegel Heute, 10:37 Marion Schlegel

Moderna bringt sich in Deutschland in Stellung. Der US-Biotechkonzern prüft Investitionen in eigene Produktionskapazitäten – und ausgerechnet Standorte von Konkurrent BioNTech könnten dabei eine zentrale Rolle spielen. Konzernchef Stéphane Bancel machte dabei in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Handelsblatts deutlich: Sollten Bund und Moderna eine passende Partnerschaft finden, wären bestehende Anlagen deutlich attraktiver als ein kompletter Neubau. Auch die Übernahme von Beschäftigten, die von den angekündigten Werksschließungen bei BioNTech betroffen sind, stellt Bancel ausdrücklich in Aussicht.

•    Moderna prüft Investitionen in Deutschland und zieht dabei bestehende Produktionsstandorte von BioNTech einem Neubau vor.
•    Hintergrund sind BioNTechs angekündigte Standortschließungen infolge sinkender Erlöse mit Covid-19-Impfstoffen.
•    Moderna fordert für ein Deutschland-Investment verlässliche politische Rahmenbedingungen, stabile Arzneimittelpreise und Planungssicherheit.

Der Hintergrund: BioNTech hatte im Mai das Aus mehrerer deutscher Standorte angekündigt, darunter Marburg und Idar-Oberstein. Die Werke waren in der Corona-Zeit für die mRNA-Impfstoffproduktion entstanden. Wegen rückläufiger Erlöse mit Covid-19-Impfstoffen will das Mainzer Unternehmen Kapazitäten abbauen.

Moderna Inc (WKN: A2N9D9)

Damit öffnet sich ausgerechnet für den langjährigen Rivalen Moderna ein mögliches Zeitfenster. Während BioNTech den Fokus verlagert, hält Moderna am Geschäft mit Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten fest. Für den US-Konzern würden die frei werdenden Anlagen deshalb ins Bild passen.

Noch ist offen, ob es tatsächlich zu einem Deutschland-Investment kommt. Bancel fordert von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen, stabile Arzneimittelpreise und Planungssicherheit. Besonders kritisch sieht er das geplante Spargesetz zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Trotz der Schwäche im Covid-Geschäft treibt Moderna den Umbau voran. Inzwischen hat der Konzern vier zugelassene Impfstoffe am Markt und versteht sich nicht mehr als reiner Corona-Player. Die Erlöse daraus sollen die Forschung in weiteren Feldern finanzieren – von Krebs über Multiple Sklerose bis hin zu Typ-1-Diabetes, rheumatoider Arthritis und akuten Lungenerkrankungen. Bancel peilt den Break-even weiter für 2028 an.

Am morgigen Donnerstag steht derweil ein wichtiger Termin für Moderna an. Im Fokus steht dabei der mRNA-Grippeimpfstoff mFlusiva. Am Donnerstag berät ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA über den Impfstoff (DER AKTIONÄR berichtete: „Moderna: +10 Prozent – FDA-Termin zündet die Aktie“).

Die Aktie von Moderna hat zuletzt deutlich angezogen. Sie nimmt nun direkt Kurs auf das Anfang März bei 59,55 Dollar markierte Jahreshoch. Gelingt der Sprung darüber, würde dies ein neues Kaufsignal für die Aktie bedeuten. Die Aktie ist nicht nur eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR, sondern auch im AKTIONÄR-Depot vertreten. Anleger können weiter zugreifen.

FAQs
Was macht Moderna?
Moderna ist ein US-Biotechunternehmen, das vor allem für mRNA-Impfstoffe bekannt ist. Das Unternehmen arbeitet an Impfstoffen und Therapien in Bereichen wie Atemwegserkrankungen, Krebs und seltene Krankheiten.
Wie hieß der erste Covid-19-Impfstoff von Moderna und wann wurde dieser erstmals zugelassen?
Der Impfstoff heißt Spikevax und dieser erhielt am 18. Dezember 2020 in den USA eine Notfallzulassung.
Warum ist die Pipeline für Moderna so wichtig?
Nach dem Covid-19-Boom muss Moderna neue Wachstumstreiber aufbauen. Neue Impfstoffe und Therapien sollen die Abhängigkeit vom Covid-19-Geschäft verringern.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna und BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Aktien der Moderna Inc befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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