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BMW: Schlimmer geht immer

BMW: Schlimmer geht immer
Foto: Matthias Balk/picture alliance/dpa
Bayerische Motoren Werke AG -%
Thomas Bergmann Heute, 08:10 Thomas Bergmann

BMW hat das Vertrauen der Anleger schwer beschädigt. Die Prognosesenkung vom Dienstagabend trifft vor allem die zentrale Kennzahl des Konzerns: die Marge im Autogeschäft. Nach dem deutlichen Minus auf Tradegate setzt sich der Verkaufsdruck zum Handelsstart fort – die Aktie fällt auf den tiefsten Stand seit 2020.

– BMW senkt den Jahresausblick für 2026 deutlich.
– Die EBIT-Marge in der Autosparte soll nur noch 1 bis 3 Prozent erreichen.
– Die Aktie rutscht weiter ab und fällt auf den tiefsten Stand seit 2020.

Statt einer EBIT-Marge von 4 bis 6 Prozent erwartet BMW in der Autosparte nur noch 1 bis 3 Prozent. Auch die Auslieferungen sollen leicht sinken, das Vorsteuerergebnis deutlich zurückgehen. Der Free Cashflow im Autosegment wird nur noch bei mehr als 2,5 Milliarden Euro gesehen.

Der Druck kommt von mehreren Seiten. China schwächelt weiter, der Wettbewerb in Asien-Pazifik verschärft sich. Gleichzeitig belasten hohe Energiekosten und verunsicherte Verbraucher infolge des Nahostkonflikts. Die Neue Klasse bleibt ein wichtiger Hoffnungsträger, doch kurzfristig zählt für Anleger vor allem die Frage, wie stark die Profitabilität noch unter Druck gerät.

BMW (WKN: 519000)

Die BMW-Aktie fällt zum Handelsstart auf Tradegate unter das Tief von Anfang 2025 und damit auf den tiefsten Stand seit November 2020. Die nächsten Unterstützungen lägen dann bei 60 Euro (runde Marke – psychologisch wichtig) und 58 Euro, dem Tief von 2019.

Der Ausblick von BMW gleicht einer mittleren Katastrophe. Die Prognosesenkung mit der Lage im Nahen Osten zu begründen, ist fragwürdig. Für Anleger drängt sich ein Neueinstieg nicht auf.

FAQs:

Warum hat BMW die Prognose gesenkt?

BMW verweist auf die schwache Entwicklung in China, zunehmenden Wettbewerb in Asien-Pazifik und Belastungen durch den Nahostkonflikt.

Was ist für Anleger der wichtigste Punkt?

Entscheidend ist die deutlich niedrigere Margenerwartung in der Autosparte. Sie zeigt, dass der Ergebnisdruck stärker ist als bisher angenommen.

Was spricht noch für BMW?

BMW hält an der Neuen Klasse, der Ausschüttungsquote und dem laufenden Aktienrückkaufprogramm fest. Das ändert aber kurzfristig nichts am beschädigten Chartbild.

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