Der US-amerikanische Pharma-Konzern hat am Donnerstag vor Börsenstart in New York die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis je Aktie konnte der Wettbewerber von Novo Nordisk die Markterwartungen deutlich übertreffen.
Die Erlöse legten im ersten Quartal um 56 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten nur einen Zuwachs auf 17,8 Milliarden Dollar auf dem Zettel. 12,8 Milliarden Dollar von den Umsätzen im ersten Quartal entfielen auf die Tirzepatid-basierten Produkte Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas).
Unter dem Strich verdiente Eli Lilly 8,26 Dollar je Aktie, was ein Plus von satten 170 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch hier nahm der Pharma-Konzern die Analystenprognose von 6,84 Dollar spielerisch.
Eli Lilly nutzt die Gewinne, um in die Zukunft zu investieren. Zuletzt verging gefühlt keine Woche, in der das Unternehmen keinen Milliarden-Dollar-Deal verkündet hat. Die Übernahmen von Ajax Therapeutics, Kelonia und Centessa Pharmaceuticals sind hier nur drei Beispiele aus den vergangenen Monaten. Ob sich die aggressive Akquisitionspolitik auszahlt, wird die Zeit zeigen.
Klar ist: Nach dem starken Auftaktquartal wird Eli Lilly mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr optimistischer. Der Umsatz wird nun zwischen 82 und 85 Milliarden Dollar erwartet (zuvor: 80 bis 83 Milliarden Dollar). Das Ergebnis je Aktie soll sich zwischen 35,50 und 37,00 Dollar einfinden (vorher: 33,50 Dollar bis 35,00 Dollar).
Die Nachfrage nach Mounjaro und Zepbound ist weiterhin ungebrochen. Allerdings kann sich Eli Lilly auch aufgrund der für einen Pharma-Wert sehr hohen Bewertung keinen Fauxpas leisten. Im vorbörslichen Handel gewinnt die Aktie fünf Prozent. Anleger setzen sich den Titel auf die Watchlist.
Heute, 12:57