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Bayer: Hört der Glyphosat‑Streit nie auf?

Bayer: Hört der Glyphosat‑Streit nie auf?
Foto: Wolfgang Rattay/REUTERS
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Michel Doepke Heute, 07:32 Michel Doepke

Die mündliche Verhandlung des vielbeachteten Falls Durnell am Obersten Gerichtshof der USA (Supreme Court) vom Montag hat gemischte Signale gesendet. Daraufhin fiel die Bayer-Aktie zurück und wieder deutlicher unter die Marke von 40 Euro. Die UBS bleibt dennoch zuversichtlich.

Die Schweizer Großbank rät weiterhin zum Kauf der DAX-Papiere mit einem Kursziel von 52 Euro. Analyst Matthew Weston sprach am Dienstag mit einem Experten der Kanzlei Morgan & Morgan über die mündliche Verhandlung des Durnell-Falls vor dem obersten US-Gericht. Dabei sei es auch generell über den Glyphosat-Vergleich gegangen, so Weston.

Der Jurist halte die Wahrscheinlichkeit für eine für Bayer günstige Entscheidung des Supreme Courts für etwas gesunken auf 70 Prozent. Etwa 5 bis 10 Prozent der Kläger dürften sich seiner Erfahrung nach nicht dem Vergleich anschließen, allerdings rein auf Basis vergleichbarer Fälle der Vergangenheit. Weston bleibt nach dem Gespräch bei seinem Optimismus für eine Lösung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.

Wichtige Fortschritte, aber...

Bayer-Chef Bill Anderson hat seit seinem Amtsantritt erhebliche Fortschritte zur Eindämmung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten erzielen können. Allerdings ist die Kuh immer noch nicht vom Eis und der geplante Vergleich verschlingt weitere Milliarden von Euro. Bayer begrüßte in dieser Woche die sorgfältige Prüfung des Durnell-Falls durch den Supreme Court.

Bayer (WKN: BAY001)

Die kommenden Wochen werden für Bayer extrem wichtig, ein Urteil erwarten Experten bis Ende Juni. Die Entscheidung dürfte richtungsweisend für Bayer sein, um die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten endlich nachhaltig und signifikant einzudämmen. Anleger gehen das nach wie vor bestehende Risiko nicht ein und bleiben an der Seitenlinie. Auch das Chartbild mahnt derzeit wieder zur Vorsicht.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

Enthält Material von dpa-AFX

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