Das DAX-Unternehmen hat mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Marktteilnehmer überzeugen können. Die Bayer-Aktie legte am Dienstag nach der Vorlage der Ergebnisse deutlich zu, scheiterte allerdings mit dem Versuch, die 50-Euro-Marke erneut zu knacken. Indes haben sich die ersten Analysten zu Wort gemeldet.
Richard Vosser von JPMorgan attestierte den Leverkusenern starke Ergebnisse. Seiner Meinung nach sprächen diese und der bestätigte Ausblick für leicht steigende Erwartungen an das Gesamtjahr. Vosser sieht allerdings nur Luft bis 50 Euro, die Einstufung lautet "Overweight".
Luft bis 60 Euro (zuvor: 54 Euro) sieht nun die DZ Bank. Analyst Peter Spengler hob in seiner Studie die operative Stabilisierung sowie Fortschritte beim Schuldenabbau und den US-Rechtsrisiken hervor. Das aktualisierte Kursziel begründete Analyst Peter Spengler mit höheren Gewinnschätzungen und der Berücksichtigung einer niedrigeren Nettofinanzverschuldung.
Auch die Analysten der UBS haben nach dem Quartalsbericht ihre Schätzungen angepasst. Die Schweizer Großbank beziffert den fairen Wert nun auf 62 Euro, das Votum lautet folglich "Buy".
Indes lehnen sich die Analysten von Jefferies nicht so weit aus dem Fenster. Die Einstufung lautet nach den Zahlen nur "Hold" mit einem Zielkurs von 46 Euro. Dennoch lobte Jefferies-Analyst Michael Leuchten die Entwicklung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses (EBITDA), die jeweils über den Erwartungen lag.
Bayer hat ein ordentliches zweites Quartal abgeliefert, was zu steigenden Konsensschätzungen führen dürfte. Allerdings wachsen bei den Leverkusenern die Bäume auch nicht in den Himmel und die Nettofinanzverschuldung ist immer noch hoch. Entsprechend ist im Kurs schon einiges an Vorschusslorbeeren eingepreist. Anleger machen weiter einen Bogen um den DAX-Wert.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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