Das DAX-Unternehmen kann den nächsten Meilenstein für den Wachstumstreiber Kerendia verbuchen. Das Mittel hat in den USA eine erweiterte Zulassung erhalten. Ein wichtiger Erfolg für Bayer und die betroffenen Patienten: Denn es handelt sich um die erste neue Behandlungsoption in dieser Indikation seit mehr als 30 Jahren.
Kerendia (Finerenon) darf fortan bei erwachsenen Betroffenen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Zusammenhang mit Typ-1-Diabetes (T1D) verschrieben werden. Die Zulassung der FDA erfolgte im Rahmen eines beschleunigten Zulassungsverfahrens ("Priority Review").
Das Mittel ist in den USA bereits für die Behandlung der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen indiziert. Auch bei bestimmten Formen der chronischen Herzinsuffizienz darf der Hoffnungsträger verabreicht werden.
Mit der US-Zulassungserweiterung kann Bayer nun einen weiteren Umsatzstrom für das Medikament generieren. Im zweiten Quartal spülte das Produkt bereits 329 Millionen Euro in die Kassen des Leverkusener Konzerns. Das entsprach einem nominalen Absatzplus von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Auf Euro-Basis sollte Finerenon, das hauptsächlich unter dem Markennamen Kerendia vertrieben wird, in diesem Jahr den Blockbuster-Status erreichen – und damit mehr als eine Milliarde Euro an Einnahmen für das Unternehmen generieren. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr erlöste Bayer schon 829 Millionen Euro mit dem Nierenmedikament.
Kerendia ist neben Nubeqa der derzeit wichtigste Wachstumstreiber im Pharma-Portfolio von Bayer, die dem Konzern dabei hilft, die wegbrechenden Erlöse bei Xarelto und Eylea (ausgelöst durch den auslaufenden Patentschutz) zu kompensieren. Kurzfristig richtet sich der Fokus auf die ausstehende finale Genehmigung des angestrebten Glyphosat-Sammelvergleichs. Im Kurs ist viel eingepreist, Anleger bleiben an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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