Das DAX-Unternehmen Bayer trennt sich von einem Produkt in seiner Pharma-Division. Aufkäufer ist eine Gesellschaft aus Deutschland.
Die Leverkusener trennen sich vom Krebsmedikament Stivarga. Für bis zu 375 Millionen Euro will das Pharma-Unternehmen Grünenthal das Produkt erwerben. Geben die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht, so könnte die Transaktion Ende 2026 oder 2027 abgeschlossen werden.
Stivarga ist oral verfügbar und kommt zur Behandlung bestimmter fortgeschrittener Krebserkrankungen zum Einsatz, darunter metastasierter Darmkrebs, gastrointestinale Stromatumoren (GIST) und hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs). Bayer hat das Medikament in über 90 Märkten weltweit zur Zulassung geführt.
Im ersten Halbjahr 2026 nahm Bayer mit Stivarga 148 Millionen Euro ein, nach 181 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Wirkstoff wird aller Voraussicht nach 2029 beziehungsweise 2030 die Marktexklusivität verlieren. Dennoch ist die Transaktion ein wichtiger Schritt für Grünenthal.
„Diese Akquisition passt strategisch hervorragend zu Grünenthal und entspricht unserer disziplinierten M&A-Strategie, etablierte Medikamente zu erwerben, die einen klaren und fortbestehenden medizinischen Bedarf decken und langfristig Wert schaffen“, so Grünenthal-Chef Gabriel Baertschi. „Stivarga spielt eine etablierte Rolle in der Patientenversorgung, und die Transaktion wird sich unmittelbar positiv auf unser Geschäft auswirken. Indem wir unsere kommerzielle und operative Expertise nutzen, sehen wir klare Möglichkeiten, den Wert des Medikaments zu maximieren und das langfristige Wachstum von Grünenthal zu unterstützen.“
Das Krebsmedikament Stivarga hat im Pharma-Portfolio von Bayer zuletzt nur noch eine untergeordnete Rolle gespielt. Wichtiger bleiben die Wachstumsraten und Zulassungserweiterungen bei Nubeqa und Kerendia, die wegbrechende Einbußen bei Xarelto und Eylea infolge von Patentabläufen kompensieren sollen. Für den AKTIONÄR fehlen weiterhin die Kaufargumente, Anleger bleiben bei Bayer an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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