Eli Lilly steht vor der Vorlage seiner Zahlen zum ersten Quartal – und die Erwartungen sind hoch. Analysten rechnen mit einem deutlichen Gewinnsprung im Jahresvergleich. Konkret wird ein Ergebnis je Aktie von 6,84 Dollar prognostiziert, während der Umsatz um gut 40 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar zulegen soll.
In den vergangenen drei Monaten zeigte sich bei den Schätzungen ein gemischtes Bild: Während es beim Gewinn mehr Abwärts- als Aufwärtsrevisionen gab, wurden die Umsatzerwartungen überwiegend nach oben angepasst.
Als zentraler Wachstumstreiber gelten die Adipositas-Medikamente Mounjaro und Zepbound. Zusätzliche Impulse könnten kurzfristig vom neu zugelassenen oralen Präparat Foundayo sowie den milliardenschweren Übernahmen (Kelonia und Centessa) ausgehen. Foundayo erhielt Anfang April die Zulassung und wird seitdem ausgeliefert – ein Einfluss auf das erste Quartal ist jedoch noch unwahrscheinlich.
Umso wichtiger dürfte der Ausblick des Managements sein. Besonders im Fokus steht, ob die Umsatzprognose für 2026 bestätigt wird. Dies könnte Hinweise auf die Marktentwicklung von Foundayo liefern – auch im Vergleich zur Konkurrenz von Novo Nordisk.
Ebenfalls im Blick: neue Daten zum Wirkstoffkandidaten Retatrutide. Nach zwei Jahren mit durchgehend übertroffenen Erwartungen steigt der Druck, erneut zu überzeugen.
Die Aktie von Eli Lilly liegt seit Jahresbeginn mehr als 17 Prozent im Minus. Zuletzt rutschte das Papier auch unter die 200-Tage-Linie. Ein positives Signal von Seiten des Quartalsberichts wäre nun extrem wichtig für die Aktie des US-Pharmakonzerns. DER AKTIONÄR wird gegen Mittag nach der Vorlage der Zahlen zeitnah berichten. Vormerken sollten sich Anleger zudem bereits ein weiteres Datum. Am kommenden Mittwoch, 6. Mai, wird der europäische Konkurrent Novo Nordisk sein Zahlenwerk vorlegen.
Welche beiden Unternehmen aus der zweiten Reihe aus dem Adipositas-Sektor bald für Aufsehen sorgen könnten, lesen Sie im Aktienreport „Doppelte Chance auf 100 Prozent“, den Sie hier herunterladen können.
Heute, 09:05