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09.02.2020 Marion Schlegel

Biotech-Perle BioNTech: Darum fällt die Kapitalmaßnahme ins Wasser

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BioNTech

Noch in der vergangenen Woche hat die in Mainz beheimatete Biotech-Gesellschaft BioNTech angekündigt, eine Aktien-Platzierung durchführen zu wollen. Geplant war die Emission von bis zu 6,9 Millionen American Depositary Shares (ADS), die eigene Stammaktien des Unternehmens repräsentieren. Am Freitag kam dann jedoch die überraschende Absage. Direkt gab es zahlreiche Spekulationen am Markt. Die Biotech-Experten Michel Doepke und Marion Schlegel haben direkt beim Unternehmen nachgefragt, was die Gründe sind. Hier die Antwort vom BioNTech.

„Das Orderbuch war voll gezeichnet. Als deutsche Firma unterliegen wir auch den deutschen Wertpapierregulierungen, welche den Gleichgewichtspreis (clearing price) limitieren. Während die US-Regularien Preisnachlässe nicht begrenzen, gibt es im deutschen Recht eine 5%-Begrenzung. Diese galt auch für unseren Abschlusskurs am 5. Februar 2020. BioNTechs Vorstand und Aufsichtsrat haben deshalb entschieden, dass es im besten Interesse des Unternehmens und der bestehenden Aktionäre ist, die Transaktion nicht durchzuführen.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

BioNTech hat das vierte Quartal 2019 (bis zum 31. Dezember 2019) mit 573 Millionen US-Dollar (520 Millionen Euro) Kapital beendet. Die starke finanzielle Lage ermöglicht es dem Unternehmen, weiterhin an den Zielen für 2020 und 2021 festzuhalten. Wir erwarten 2020 einige wichtige Meilensteine, etwa bis zu fünf Readouts aus klinischen Studien. Wir werden die Marktsituation weiterhin beobachten und alle Optionen für die weitere Entwicklung unserer Pläne evaluieren.“

Damit dürften die Spekulationen vom Markt sein. DER AKTIONÄR bleibt ganz klar weiterhin bei seiner positiven Einschätzung zu dem Wert. Das aktuelle Niveau stellt eine gute langfristige Kaufchance dar. Das Unternehmen hat das Potenzial, für wegweisende News in der Biotech-Szene zu sorgen. Dennoch: Ein Investment bleibt natürlich spekulativ.