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BioNTech: Gute News – doch reicht das?

BioNTech: Gute News – doch reicht das?
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Marion Schlegel Heute, 09:01 Marion Schlegel

Nach dem heftigen Rücksetzer bei BioNTech, nachdem bekannt wurde, dass die beiden Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci bis spätestens Ende des Jahres das Unternehmen verlassen werden, arbeitet die Aktie derzeit an einer Trendwende. Am Wochenende haben die Mainzer zumindest vielversprechende Studiendaten vorgelegt.

BioNTech hat Ergebnisse aus einer Phase-2-Studie zu seinem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Pamirtecan (BNT323/DB-1303) vorgelegt. Bei stark vorbehandelten Patientinnen mit erneut aufgetretenem Endometriumkarzinom wurde der zentrale Wirksamkeitsendpunkt erreicht. Die bestätigte objektive Ansprechrate lag bei 47,9 Prozent der auswertbaren Teilnehmerinnen, bei zuvor mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren behandelten Patientinnen bei 49,3 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,1 Monate. Nach Angaben des Unternehmens zeigte sich die Wirksamkeit unabhängig vom HER2-Expressionsgrad, wodurch eine größere Patientengruppe angesprochen wird als bei klassischen HER2-Therapien.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

„Gebärmutterkrebs zählt zu den wenigen Krebserkrankungen mit steigender Sterblichkeitsrate. Insbesondere für Patientinnen mit rezidivierender Erkrankung und niedrigen HER2-Expressionsleveln besteht ein dringender Bedarf an neuen Behandlungsoptionen, da der derzeitige Chemotherapie Behandlungsstandard nur eine Ansprechrate von 15 Prozent erzielt“, kommentierte Bhavana Pothuri, medizinische Direktorin des Clinical Trial Office (CTO) und Direktorin für Forschung im Bereich gynäkologische Onkologie am NYU Langone Perlmutter Cancer Center. Die Ergebnisse zu Trastuzumab Pamirtecan bezeichnete sie als ermutigend.

Weniger zuversichtlich zeigte sich zuletzt hingegen das Analysehaus Leerink, was die vor kurzem veröffentlichten Studiendaten zum Hoffnungsträger Gotistobart angeht. Leerink stuft die Erfolgschancen in der entscheidenden Phase-3-Studie bei Lungenkrebs nun niedriger ein. Zudem sieht das Analysehaus das regulatorische Risiko für den Covid-Impfstoff Comirnaty höher. BioNTech und Partner Pfizer gelang es nicht, ausreichend Probanden für eine Phase-3-Studie zu gewinnen. Diese sollte den Nutzen einer Booster-Impfung bei gesunden 50- bis 64-Jährigen belegen und war von der US-Arzneimittelbehörde FDA für 2025 gefordert worden.

BioNTech muss nach dem Rücksetzer im März versuchen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Wichtig wären hier weitere gute News von der Pipelineseite sowie, was den Nachfolger für den Vorstandsvorsitz angeht. Anleger belassen das Papier auf der Watchlist und beobachten das weitere Geschehen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

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