Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech hat die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und die Erwartungen dabei übertreffen können. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,76 Euro und damit deutlich über den erwarteten 0,78 Euro. Auch beim Umsatz gab es eine positive Überraschung: Mit 1,29 Milliarden Euro lag dieser ebenfalls über der Konsensschätzung von 1,05 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich bleibt allerdings ein Minus von 15 Prozent, das vor allem der sinkenden Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen geschuldet ist. Die Aktie reagiert mit leichten Kursgewinnen.
Dank der guten Entwicklung hebt BioNTech die Umsatzprognose für 2026 an. Die Spanne steigt von 1,6 bis 1,9 Milliarden auf 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro. Die Vorgaben für die F&E-Ausgaben und die SG&A-Kosten bestätigt das Management. Zum 30. September lagen die liquiden Mittel bei 16,2 Milliarden Euro.
Auf der Kostenseite gibt es jedoch Schattenseiten. Der bereinigte Nettogewinn fiel auf 440,9 Millionen Euro nach 752,5 Millionen Euro im Vorjahr. Grund sind höhere F&E-Ausgaben für späte klinische Studien in der Immunonkologie und bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs). Sie kletterten von 479,4 auf 578,5 Millionen Euro.
Zudem tut sich in der Pipeline einiges. Daten zu Gotistobart zeigten zuletzt bei vorbehandeltem Lungenkrebs ein nahezu verdoppeltes medianes Gesamtüberleben gegenüber einer Chemotherapie. Und BioNTech treibt die erste globale Phase-3-Studie zu Pumitamig in Kombination mit Sacituzumab Govitecan bei dreifach-negativem Brustkrebs voran. Vorstandschef Ugur Sahin verweist dabei auf zahlreiche Meilensteine im Jahresverlauf.
Die Aktie von BioNTech reagiert auf der Handelsplattform Tradegate mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 79,35 Euro. Für einen Befreiungsschlag reicht dies jedoch nicht. Nun fällt der Blick auf die am Nachmittag folgende Telefonkonferenz. Größere Impulse hiervon sind allerdings eher unwahrscheinlich. Bei der Mainzer Biotech-Schmiede BioNTech fehlt derzeit die Fantasie. Anleger lassen weiter die Finger von der Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
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