Nach einer ganzen Reihe negativer News in den vergangenen Monaten hat das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech und sein Partner Bristol Myers Squibb am Wochenende auf dem ESMO-Kongress in Madrid ermutigende Daten für den Hoffnungsträger Pumitamig bei Lungenkrebs veröffentlicht.
In der Phase-2-Studie ROSETTA Lung-107 kombinierten die Partner den Wirkstoffkandidaten mit dem Chemotherapeutikum Docetaxel. Untersucht wurden Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), deren Erkrankung nach einer Erstlinien-Immuntherapie plus Chemotherapie fortschritt. Die objektive Ansprechrate lag bei 36,7 Prozent. Zudem wurde ein vorläufiger medianer Wert für das progressionsfreie Überleben (PFS) von 6,9 Monaten beobachtet. Interessant dabei: Beim aktuellen Behandlungsstandard liegt das progressionsfreie Überleben bei weniger als vier Monaten.
„Die ermutigenden Ergebnisse mit Pumitamig in Kombination mit Docetaxel erweitern die klinische Evidenz auf Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung nach einer Immuntherapie in Kombination mit Chemotherapie fortgeschritten ist – eine Behandlungssituation, in der die Therapieoptionen weiterhin begrenzt sind. Zusammen mit unseren Daten zur Erstlinienbehandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms und zum kleinzelligen Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium stützen diese Ergebnisse unsere Strategie, Pumitamig für ein breites Spektrum von Lungenkrebserkrankungen weiterzuentwickeln, insbesondere in Patientenpopulationen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf“, so Özlem Türeci, Chief Medical Officer von BioNTech.
Pumitamig ist ein bispezifischer Immunmodulator, der PD-L1 und VEGF-A bindet. Ferner laufen sieben globale Phase-3-Studien, unter anderem bei Lungen-, Brust-, Darm- und Magenkrebs. Über 4.000 Patienten haben den Wirkstoff bereits in klinischen Studien erhalten.
Die Aktie von BioNTech startet mit einem leichten Plus in die Woche. Für größere Zugewinne reicht dies jedoch nicht. Da muss sich beim Unternehmen deutlich mehr tun – auf ganzer Breite. Bei der Mainzer Biotech-Schmiede fehlt derzeit die Fantasie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
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