Der DAX-Konzern Bayer kann am Dienstag an den positiven Newsflow der Pharma-Sparte anknüpfen. In der Volksrepublik China verbuchen die Leverkusener eine erweiterte Zulassung für das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa. Das dürfte auch den finnischen Partner Orion freuen, der in Form von Lizenz- respektive Meilensteinzahlungen am Erfolg des Krebsmittels partizipiert.
Die zuständige chinesische Zulassungsbehörde hat Nubeqa (Darolutamid) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) für die Anwendung bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) grünes Licht erteilt. Die Basis für die Vertriebsgenehmigung legen die positiven Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie "ARANOTE".
Nubeqa ist bereits in über 85 Ländern zugelassen. Das Krebsmedikament zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern im Pharma-Produktportfolio der Leverkusener. Aktuellen Bloomberg-Schätzungen zufolge könnten die Leverkusener dieses Jahr mit Nubeqa 2,88 Milliarden Euro erlösen.
Damit könnte Nubeqa im laufenden Jahr zum bestverkauften Medikament von Bayer aufsteigen und das Augenheilmittel Eylea verdrängen. Lange Zeit war hingegen der Gerinnungshemmer Xarelto der Top-Seller der Leverkusener, der allerdings im Zuge des ausgelaufenen Patentschutzes an Strahlkraft verliert und den generischen Wettbewerbsdruck zu spüren bekommt.
Der Erfolg von Nubeqa hat auch einen positiven Einfluss auf den Lizenzgeber, der Orion Corporation aus Finnland. Der breit aufgestellte Pharma-Konzern wächst unter anderem durch die stetig steigenden Einnahmen aus dem Lizenzdeal mit Bayer.
Bayer hat seine Hausaufgaben in der Pharma-Division gemacht und kann die wegbrechenden Einnahmen von Xarelto (und später auch Eylea) gut kompensieren. Die Luft wird bei der Aktie indes nach dem Run zuletzt etwas dünner, Anleger bleiben beim Discount-Call mit der WKN UG8QQ9 mit einem deutlich ins Geld gezogenen Stopp bei 1,70 Euro investiert. Die laufende AKTIONÄR-Empfehlung auf die finnische Orion bleibt indes langfristig attraktiv.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 11:11