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Bayer: Diese Übernahme zahlt sich mehr und mehr aus

Bayer: Diese Übernahme zahlt sich mehr und mehr aus
Foto: NurPhoto | Ying Tang/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 09:00 ‧ Michel Doepke
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Vor gut sechs Jahren hat sich Bayer mit der Übernahme der britischen KaNDy Therapeutics im Bereich der Frauengesundheit verstärkt. Kostenpunkt: 425 Millionen Dollar als Vorauszahlung sowie Meilensteinzahlungen von bis zu 450 Millionen Dollar bis zur Markteinführung plus umsatzabhängige Zahlungen im dreistelligen Millionenbereich.

Die insgesamt gut eine Milliarde Dollar, die Bayer für KaNDy Therapeutics wohl in die Hand genommen hat, dürften gut investiert sein. Inzwischen ist der große Hoffnungsträger des Zukaufs, Elinzanetant (vormals NT-814), unter dem Handelsnamen Lynkuet in den USA und der EU zur Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Beschwerden (wie Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen in den Wechseljahren) zugelassen.

Für Bayer beginnt also die Ernte. Im Halbjahresbericht haben die Leverkusener zwar noch keine einzelne Produktumsatzzahl aufgeführt. Das sollte sich allerdings bald ändern, wenn die Vermarktung an Dynamik gewinnt.

Zumal Bayer weitere Vertriebsgenehmigungen für Lynkuet anstrebt. Die US-Zulassungsbehörde FDA hat dem Mittel vor Kurzem den Status "Priority Review" in einer anderen Indikation erteilt. Das DAX-Unternehmen kann sich also auf eine bevorzugte Prüfung für die Behandlung mittelschwerer bis schwerer vasomotorischer Symptome bei Frauen, die sich wegen hormonrezeptorpositiven Brustkrebses einer endokrinen Therapie unterziehen, einstellen.

Lynkuet darf in dieser Indikation bereits in Kanada, der Schweiz und Großbritannien zum Einsatz kommen.

Bayer (WKN: BAY001)

Bayer hat mit der Übernahme von KaNDy Therapeutics offenbar einen guten Riecher bewiesen. Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie an einem Ausbruchsversuch aus der Seitwärtsrange in dieser Woche gescheitert. Ohnehin sind bereits viele Vorschusslorbeeren inzwischen im Kurs eingepreist. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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