Im Weißen Haus setzt CEO Jensen Huang seine Unterschrift unter die Selbstkontrolle der KI-Branche. Einen Tag zuvor hatte Nvidia das passende Werkzeug vorgestellt.
Donald Trump will Künstliche Intelligenz nicht an die Leine des Staates legen. Nach einem Treffen mit den Chefs der KI-Konzerne am Dienstag in Washington sagte der US-Präsident, die Unternehmen würden sich gegenseitig kontrollieren. Die Selbstverpflichtung mit internen Kontrollen und externen Beobachtern unterschrieben unter anderem Dario Amodei von Anthropic, Elon Musk, Mark Zuckerberg – und Nvidia-Chef Jensen Huang.
Nvidia: Aus der Sicherheitsfrage wird ein Produkt
Für Nvidia kommt die Selbstverpflichtung wie bestellt. Bereits am Montag stellte der Konzern seine Open Agent Safety Platform vor. Die kostenlose Software sperrt KI-Agenten – Programme, die eigenständig Aufgaben am Computer erledigen – in einen abgesteckten Rahmen und stoppt sie binnen Millisekunden, wenn sie ausbrechen. Microsoft und Anthropic nutzen sie bereits. Am selben Tag stockte Nvidia den Aktienrückkauf um 150 auf 235 Milliarden Dollar auf – nach eigenen Angaben die größte Aufstockung der Geschichte. Das Geld dafür liefert ein Umsatz, der im zweiten Quartal um 106 Prozent auf 96,2 Milliarden Dollar wuchs.
Wer Sicherheit als Technikfrage löst, nimmt dem Ruf nach Regulierung den Wind aus den Segeln. Die Gegenseite gehört dazu: Die Zusage ist freiwillig, und das Papier hält selbst fest, dass Gesetze später folgen könnten. Setzt sich zudem Amodeis Forderung durch, die Entwicklung der stärksten Modelle abzubremsen, träfe das den wichtigsten Lieferanten der Rechenleistung direkt.
Die Aktie schloss am 29. September bei 227,21 Dollar. Das Rekordhoch bei 236,54 Dollar liegt rund vier Prozent darüber und ist der Widerstand, an dem der Kurs zuletzt abgeprallt ist. Eine erste Unterstützung bietet der Bereich um 210 Dollar. Die 200-Tage-Linie verläuft bei rund 200 Dollar. Ein Schlusskurs über dem Rekordhoch öffnet neues Terrain, ein Rutsch unter die 200-Tage-Linie trübt das Bild.
Was der Rekordrückkauf für den Gewinn je Aktie bedeutet und ob Sicherheitssoftware zum zweiten Standbein wird, zeigt sich spätestens bei den Quartalszahlen, die Nvidia voraussichtlich am 18. November vorlegt.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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