Im schwachen Gesamtmarkt gehört die Bayer-Aktie am Donnerstag zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex. Die Anteile des Leverkusener Traditionskonzerns rutschen auf den tiefsten Stand seit Juli, nachdem der Wert zu Wochenbeginn noch mit einem charttechnischen Ausbruchsversuch gescheitert ist.
Für etwas Gegenwind sorgte jüngst ein Kommentar von Deutsche Bank Research. Die Analysten raten zwar weiter zum Kauf der Papiere mit einem Kursziel von 60 Euro, drücken allerdings etwas auf die Euphoriebremse im Hinblick auf die Zahlen zum dritten Quartal, die Anfang November vorgelegt werden sollen.
Expertin Virginie Boucher-Ferte erwartet ein operatives Umsatzwachstum von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings rechnet die Deutsche-Bank-Analystin mit einem Rückgang beim operativen Ergebnis um ein Zehntel. Boucher-Ferte verweist in diesem Zusammenhang auf günstige Sondereinflüsse aus dem Vorjahr.
Derzeit erwartet der Kapitalmarkt für das abgelaufene dritte Quartal einen Umsatz in Höhe von 9,92 Milliarden Euro (Q3 2025: 9,66 Milliarden Euro). Das EBITDA soll sich auf 1,42 Milliarden Euro belaufen. Im Vorjahr wiesen die Leverkusener bei dieser Kennzahl noch ein Plus von 1,51 Milliarden Euro aus.
Chartbild trübt sich ein
Aus charttechnischer Sicht sendet die Bayer-Aktie durch das heutige Minus ein Verkaufssignal und durchbricht eine mehrwöchige Seitwärtsbewegung nach unten. Als Unterstützungszone fungiert nun das Juli-Tief bei 45,50 Euro. Fällt auch diese Marke, droht ein weiteres Verkaufssignal und damit ein Rutsch in den Bereich um 40 Euro.
Durch den heutigen Kursrutsch von knapp drei Prozent verschlechtert sich die charttechnische Verfassung der Bayer-Aktie erheblich. Zuletzt hat DER AKTIONÄR ohnehin von einem Einstieg beim DAX-Titel abgeraten. Die Einschätzung hat unverändert Bestand.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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