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Bayer‑Aktie unter Druck: Das ist der Grund

Bayer‑Aktie unter Druck: Das ist der Grund
Foto: Schoening/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 07:35 Michel Doepke

Bei der Aktie von Bayer zeichnet sich am Dienstagmorgen klare Kursverluste ab. Als Belastungsfaktor entpuppt sich einmal mehr die Causa Glyphosat, die inzwischen vor dem obersten US-Gerichtshofs (Supreme Court) verhandelt wird. Die letzte Instanz nimmt den Fall genau unter die Lupe – und Bayer lobt die sorgfältige Prüfung.

Wir begrüßen, dass der US Supreme Court die Frage der Einheitlichkeit der Regulierung und des Vorrangs von Bundesrecht sorgfältig prüft", hieß es in einer am späten Montagabend verbreiteten Stellungnahme des Konzerns.

Die US-Regierung und Bayer hätten überzeugend dargelegt, dass Warnhinweise auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten, die sich von dem durch die US-Umweltbehörde genehmigten Produktlabel unterscheiden, durch Bundesrecht ausgeschlossen seien. Alles andere würde zu einem Flickenteppich an Warnhinweisen führen. Unternehmen sollten nicht auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten dafür verurteilt werden können, dass sie sich an Bundesrecht hielten.

Aus den Fragen der Richter in der Anhörung ergab sich allerdings ein gemischtes Bild. So äußerte sich Brett Kavanaugh dahingehend, dass es möglicherweise einer Uniformität bei solchen Warnhinweisen bedürfe. Der Vorsitzende Richter, John Roberts, stellte hingegen die Frage, ob es Bundesstaaten nicht erlaubt sein sollte, auf neue Risiken hinzuweisen.

Die kommenden Wochen werden nun entscheidend für Bayer. Mit der Entscheidung des Supreme Courts sei Ende Juni zu rechnen, so Richard Vosser von JPMorgan. Sie habe Signalwirkung für etwa 80 Prozent der anhängigen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Bis zum 4. Juni haben Kläger noch die Möglichkeit, sich einem Milliarden-Vergleich anzuschließen, erklärt der Analyst in einem Research-Update nach der Anhörung vom Montag. Vosser rät weiter zum Kauf der Aktie. Kursziel: 50 Euro.

Bayer (WKN: BAY001)

Die gemischten Signale vom Supreme Court führen den Anlegern erneut vor Augen, dass die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten immer noch nicht vom Tisch sind. DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Anleger warten an der Seitenlinie ab.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

Enthält Material von dpa-AFX

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