Robotaxis, humanoide Roboter und neue Modelle – XPeng ist im Kerngeschäft und bei mehreren Zukunftstechnologien stark positioniert. Zudem treiben die Chinesen ihre Expansion über das klassische Autogeschäft hinaus voran. Die Flugauto-Tochter Aeroht wird für den Börsengang vorbereitet und eröffnet neue Fantasie.
Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg berichteten, haben mehrere Investmentbanken mandatiert, um einen Börsengang der Flugauto-Tochter XPeng Aeroht in Hongkong vorzubereiten. Zu den ausgewählten Instituten zählten demnach JPMorgan und Morgan Stanley. Der IPO könnte bereits im laufenden Jahr erfolgen, befindet sich aber noch in der Planungsphase.
Aeroht ist ein zentraler Baustein von XPengs Strategie, das Autogeschäft als Ertragsbasis für neue Mobilitätsformen zu nutzen. Die Einheit firmiert international inzwischen unter dem Namen Aridge und positioniert sich im Bereich der sogenannten Low-Altitude-Economy. Gemeint sind Anwendungen im niedrigen Luftraum, etwa Flugtaxis oder Drohnen.
Unterstützung aus China und der Golfregion
In China gilt dieser Bereich als politisch gewollter Wachstumsmarkt. Auch aus dem Golfraum erhalten Anbieter für Flugtaxis Unterstützung: So existiert etwa eine strategische Partnerschaft mit dem Abu Dhabi Investment Office. Nach einer Vorführung in Dubai sicherte sich Aridge im Oktober zudem die bisher größte Bestellung für fliegende Autos: Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait sicherten sich in einer Bulk-Order insgesamt 600 Einheiten.
Kein Start-up mehr
Operativ ist Aeroht bereits weit fortgeschritten. In Guangzhou betreibt das Unternehmen eine 120.000 Quadratmeter große Fabrik für fliegende Fahrzeuge. Die Anlage ist darauf ausgelegt, langfristig alle 30 Minuten ein Fluggerät zu produzieren. Die erste Serienauslieferung ist für Ende 2026 geplant. Parallel wurden über zwölf Jahre hinweg sieben Prototypen-Generationen entwickelt, darunter ein modulares Konzeptfahrzeug, das Boden- und Luftverkehr kombiniert.
Auch finanziell ist Aeroht kein Start-up mehr. Die Einheit kommt auf eine Bewertung von rund einer Milliarde Dollar. Bei einem IPO wird eine Bewertung von einer bis zwei Milliarden Dollar gehandelt. Insgesamt flossen laut Unternehmensangaben mehr als 750 Millionen Dollar in Entwicklung und Vorbereitung der Serienfertigung. Für das Jahr 2025 sind Investitionen von über drei Milliarden Renminbi (rund 368 Millionen Euro) vorgesehen.
Der geplante IPO ergänzt die bereits bekannten Zukunftsprojekte von XPeng. Neben Robotaxis und humanoiden Robotern rücken nun auch fliegende Autos stärker in den Fokus der Anleger. DER AKTIONÄR ist vom Kerngeschäft sowie den Wetten der Chinesen überzeugt. Anleger können hier zugreifen. Wer im Duell zwischen den reinen Flugtaxi-Anbietern Archer Aviation und EHang die Nase vorne hat, lesen Sie in der neuesten Ausgabe 03/2026 von DER AKTIONÄR, die Sie hier bequem als E-Paper herunterladen können
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