Die Rally bei US-amerikanischen Wasserstoff- respektive Brennstoffzellen-Werten schwappt nach Europa. Während sich die Anteile der britischen Vertreter Ceres Power und ITM Power auf Jahressicht bereits vervielfachen konnten, schalten nun auch die Bullen beim norwegischen Elektrolyse-Spezialisten Nel einen Gang höher.
An der Heimatbörse in Oslo gewinnt der Titel zur Stunde zehn Prozent an Wert. Aus charttechnischer Sicht könnte mit dem Sprung über die Marke von 3,52 Norwegische Kronen (0,33 Euro) der große Befreiungsschlag gelingen.
Neuigkeiten von Unternehmensseite, die den Kurssprung begründen könnten, sind indes nicht zu verzeichnen. Vielmehr ist es die positive Branchenstimmung, so dass Anleger wieder bei der Nel-Aktie beherzt zugreifen.
Neue Technologie-Plattform als Chance
Positive Impulse könnten mittelfristig von Aufträgen für die neue Elektrolyseur-Generation der Skandinavier ausgehen. Über viele Jahre hinweg hat Nel an der neuen Technologie-Plattform gearbeitet, die mehrere Vorteile mitbringt (DER AKTIONÄR berichtete).
DER AKTIONÄR hat in der vergangenen Woche im Rahmen der Titelstory (siehe Ausgabe 21/26) die Nel-Aktie zum Kurs von 0,27 Euro als Nachzügler-Kandidat vorgestellt und eine frische Kaufempfehlung ausgesprochen. Mutige Anleger können an schwachen Tagen weiter Positionen eingehen. Klar ist aber auch: Nel muss den jüngsten Kursanstieg mit positiven News unterfüttern, damit dieser auch nachhaltig ist.
FAQs:
Was macht Nel?
Bei der Firma handelt es sich um ein norwegisches Wasserstoff-Unternehmen. Der Fokus liegt auf Elektrolyseuren zur Herstellung von grünem Wasserstoff.
Welche Technologien bieten die Skandinavier an?
Nel entwickelt sowohl alkalische und PEM-Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion. Das hat Seltenheitswert, oft fokussieren sich Wasserstoff-Pure-Player nur auf eine Kerntechnologie.
Was ist grüner Wasserstoff?
Grüner Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarenergie.
Heute, 10:28