Der Newsflow beim skandinavischen Wasserstoff-Unternehmen Nel hat zuletzt an Dynamik gewonnen. Um die enttäuschenden Zahlen zum ersten Quartal kommunizierte das Unternehmen zwei nennenswerte Aufträge nach einer längeren Durststrecke. Ein weiteres positives Signal sendete Ende vergangene Woche ein Insider der norwegischen Firma.
Wie aus einer Pflichtmitteilung an die Osloer Börse hervorgeht, hat Arvid Moss, Vorsitzender des Aufsichtsrates, 100.000 Aktien zum durchschnittlichen Kurs von 2,2547 Norwegische Kronen (umgerechnet 0,21 Euro) erworben. Zuvor besaß Moss noch keine Anteile von Nel. Insgesamt hat er also nun etwa 21.000 Euro in Form von Aktien in den norwegischen Elektrolyseur-Hersteller investiert.
Nicht viel Geld im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von knapp 400 Millionen Euro, aber zumindest ein positives Signal nach den zwei jüngsten Aufträgen im Gegenwert von jeweils rund sieben Millionen US-Dollar, die Nel jüngst an Land ziehen konnte.
Vom norwegischen Unternehmen muss aber mehr kommen. Die maue Auftragslage der vergangenen Quartale mündete im ersten Quartal trotz erheblicher Kosteneinsparungen erneut in klar roten Zahlen, einem deutlichen Rückgang der Cashreserven und einem Einbruch beim Auftragsbestand um 24 Prozent.
„Das erste Quartal verlief hinsichtlich des Auftragseingangs eher ruhig, doch die Dynamik im PEM-Geschäft hält an: Im zweiten Quartal wurde ein bedeutender Auftrag unterzeichnet, und wir rechnen mit weiteren Aufträgen, bevor das erste Halbjahr zu Ende geht“, so Nel-Chef Håkon Volldal.
Nel ist dringend auf eine verbesserte Auftragslage angewiesen, um das Vertrauen des Kapitalmarktes wieder peu à peu zurückzugewinnen und damit die seit über einem Jahr andauernde Seitwärtslethargie bei der Aktie zu beenden. Anleger setzen sich den Titel auf die Watchlist, die laufende AKTIONÄR-Empfehlung ITM Power gibt derzeit klar die bessere Figur ab, ist aber kurzfristig heiß gelaufen.
Heute, 08:22