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Wall Street: Kurse drehen – Ölpreis bricht ein

Wall Street: Kurse drehen – Ölpreis bricht ein
Foto: ChatGPT
DJ Industrial Average -%
Lukas Meyer Heute, 14:40 Lukas Meyer

Die Hoffnung auf Entspannung im Iran-Konflikt treibt die Märkte weltweit an. US-Präsident Donald Trump spricht von „produktiven Gesprächen“ und verschiebt geplante Angriffe. Anleger greifen zu, der Ölpreis bricht ein. Doch hält die Euphorie auch bis zur Schlussglocke?

An den US-Börsen ist es zum Handelsstart zu einer kräftigen Erholung gekommen. Der Dow Jones legt rund 900 Punkte beziehungsweise zwei Prozent auf etwa 46.800 Punkte zu. Der S&P 500 gewinnt knapp zwei Prozent, auch der Nasdaq 100 steigt um rund 1,9 Prozent. Damit setzt sich die Gegenbewegung nun auch an der Wall Street fort.

Auslöser ist die überraschende Kehrtwende im Iran-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, geplante Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage auszusetzen. Gleichzeitig verwies er auf „sehr gute und produktive Gespräche“ mit dem Iran, wie er am Montag auf Truth Social schrieb.

Die Märkte reagieren erleichtert, nachdem zuletzt die Sorge vor einer Eskalation und steigenden Ölpreisen belastet hatte.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Am Ölmarkt zeigt sich die Entspannung unmittelbar. Die US-Sorte WTI fällt um mehr als acht Prozent auf rund 89 Dollar je Barrel, die Nordseesorte Brent verliert über neun Prozent und notiert bei etwa 101 Dollar. Damit verschwindet ein zentraler Belastungsfaktor der vergangenen Wochen. Zuvor hatten steigende Energiepreise Inflationssorgen und Rezessionsängste geschürt.

Brent-Öl (ISIN: FTREFF000001)

Die Kursbewegung ist auch eine Gegenreaktion auf die Schwächephase der vergangenen Wochen. Dow und Nasdaq hatten sich zuletzt einer Korrektur genähert und lagen jeweils rund 9,8 Prozent unter ihren Hochs. Der S&P 500 hatte etwa sieben Prozent verloren. Entsprechend groß ist nun die Erleichterung am Markt.

Allerdings bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Iranische Staatsmedien dementierten direkte Gespräche mit den USA. Die Futures gaben daraufhin einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Die Lage bleibt angespannt – die Märkte setzen dennoch klar auf Entspannung.

Einzelwerte im Fokus

Es zeigt sich eine breite Erholung über nahezu alle Sektoren hinweg. Große US-Banken wie JPMorgan und Morgan Stanley gewinnen jeweils rund zwei Prozent, da mit fallenden Ölpreisen auch die Sorgen um die Konjunktur nachlassen.

Stark gefragt sind Reise- und Freizeitwerte. Aktien von Delta Air Lines und United Airlines steigen um mehr als vier Prozent. Auch Kreuzfahrtanbieter wie Carnival und Royal Caribbean legen um über fünf Prozent zu. Hintergrund ist die Hoffnung auf sinkende Treibstoffkosten und eine stabilere Nachfrage.

Technologiewerte schließen sich der Aufwärtsbewegung an. Nvidia und Apple gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Auch Speicherchip-Hersteller wie Western Digital und Seagate legen zu. Unterstützung kommt zusätzlich von positiven Analystenkommentaren und Branchennachrichten.

Deutlich unter Druck stehen dagegen Energiewerte. Exxon Mobil, Chevron und Occidental Petroleum verlieren zwischen ein und drei Prozent. Der starke Rückgang der Ölpreise belastet die Branche unmittelbar.

Trump nimmt Druck aus dem Markt. Die Angriffe sind nur verschoben, doch die Hoffnung auf Entspannung wächst. Jetzt kommt es darauf an, ob die Lage stabil bleibt.

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