25.07.2019 Thorsten Küfner

Shell, BP und Total: Die wichtigsten Termine für Dividendenjäger

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Royal Dutch Shell
Trendthema

Die Dividendensaison bei den deutschen Blue Chips ist schon seit mehreren Wochen beendet, genauso bei den russischen Dividendenperlen wie etwa Gazprom oder Rosneft. Nun richten sich die Blicke vieler Kleinanleger wieder auf die europäischen Energieriesen Shell, Total und BP, deren Stichtage nun bevorstehen.

BP eröffnet

So müssen sich Anleger, die noch in den Genuss der Quartalsdividende bei BP kommen wollen, spätestens am 7. August die Anteile des britischen Konzerns in ihr Depot gelegt haben. Am 8. August erfolgt der Dividendenabschlag von voraussichtlich erneut 10,25 US-Cent. Der nächste Stichtag ist dann wieder Anfang November. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet können Anleger bei BP auf eine Rendite von fast sechs Prozent kommen.

BP (WKN: 850517)

Dauerläufer Shell

Mutige Anleger dürften zuletzt an der Gazprom-Aktie Gefallen gefunden haben. Für konservative Renditejäger dürfte die beliebteste Aktie aus dem Öl- und Gassektor weiterhin Royal Dutch Shell sein. Der Konzern hat die Ausschüttung seit dem Jahre 1945 nicht mehr gesenkt und lockt mit einer stattlichen Rendite von 5,7 Prozent.

Der Ex-Tag ist der 15. August, Anleger müssen die also die Papiere am Abend des 14. August in ihrem Portfolio haben. Wer die britischen B-Aktie (A0ER6S) setzt, zahlt keine Quellensteuer. Wer auf die niederländischen A-Aktie (WKN A0D94M) setzt, müsste sich diese zurückholen.

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

Total heute mit Zahlen

Etwas länger gedulden müssen sich Dividendenjäger indes bei Total. Der französische Konzern hat seinen Ex-Tag erst am 27. September. Dann dürfte es erneut 0,64 Euro je Anteilschein geben, wobei hier französische Quellensteuer abgezogen wird.

Indes hat Total heute die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Der Gewinn sank wegen niedrigerer Ölpreise auf 2,76 Milliarden Dollar. Zudem bestätigte der Konzern seine Produktionsziele für das Gesamtjahr. Eine der interessantesten Aussagen von Konzernchef Patrick Pouyanne: Total wäre in der Lage gewesen, seine Aufwendungen und Dividenden bei einem Ölpreis von weniger als 50 US-Dollar pro Barrel zu decken.

Total (WKN: 850727)

Alle drei Dividendenperlen bleiben für konservative Anleger nach wie vor attraktiv. Die Stoppkurse sollten bei 4,90 Euro (BP), 24,00 Euro (Shell) und 41,00 Euro (Total) belassen werden. 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Shell.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Royal Dutch Shell und BP, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.