25.11.2019 Maximilian Völkl

Paukenschlag bei Siemens Gamesa – kauft die Mutter zu?

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Mit einem Kursgewinn von knapp zehn Prozent zählt die Aktie von Siemens Gamesa am Montag zu den stärksten Werten an der Börse. Der Turbinenbauer macht den Abverkauf nach den Zahlen damit endgültig vergessen. Schwung liefert eine Meldung, wonach die Mutter Siemens die Beteiligung ausbauen könnte.

Siemens erwägt, den achtprozentigen Anteil von Iberdrola an Siemens Gamesa zu kaufen, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der DAX-Konzern, der aktuell 59 Prozent an der Tochter hält, könnte auf den aktuellen Wert des Pakets von etwa 720 Millionen Euro demnach einen Aufschlag zahlen. Auch ein Erwerb der restlichen Gamesa-Anteile zu einem späteren Zeitpunkt sei möglich. Eine endgültige Entscheidung, ob es eine Transaktion gebe, sei aber noch nicht gefallen.

Durch den Erwerb des Anteils könnte Siemens die Energiesparte stärken. Siemens Energy soll im kommenden Jahr eigenständig an die Börse gebracht werden. Neben der Gamesa-Beteiligung will Siemens dort auch das Geschäft in den Bereichen Öl und Gas, die konventionelle Energieerzeugung, die Energieübertragung und die jeweiligen Servicegeschäfte einbringen.

Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8)

Die Siemens-Gamesa-Aktie legt am Montag deutlich zu – ob es wirklich zu einer Transaktion kommt, ist aber offen. Klar ist jedoch, dass es für Siemens positiv wäre, den Großaktionär Iberdrola aus Gamesa herauszukaufen, zumal das Verhältnis nicht gerade freundschaftlich ist. Die Aktie der Mutter notiert weiter im Bereich um 115 Euro. DER AKTIONÄR bleibt nach der Kursrallye vorsichtig und sieht weiter spannendere Alternativen im DAX.