10.12.2019 Marion Schlegel

Lufthansa: Massive Aufholjagd gestartet

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Deutsche Lufthansa
Trendthema

Im 52-Wochen-Vergleich gibt es im DAX acht Verlierer. Zu den drei größten zählen neben den Papieren von Wirecard, die ein Minus von 14,3 Prozent aufweisen, und der Deutschen Bank (minus 15,1 Prozent) auch die Aktie der Deutschen Lufthansa. Das Papier ist mit einem Verlust von 12,0 Prozent der drittgrößte Verlierer im DAX. Doch zuletzt hat die Fluggesellschaft eine kräftige Aufholjagd hingelegt. Seit dem Augusttief 2019 bei 12,58 Euro konnte die Aktie bis jetzt rund 34 Prozent aufholen.

Zuletzt hat die das Unternehmen bekannt gegeben, den Verkauf des Europageschäfts seiner Catering-Sparte LSG an die Schweizer Gategroup abgeschlossen zu haben. Über den Kaufpreis hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart, teilte die Airline am Montag mit.

Lufthansa bleibt in den Werken München und Frankfurt Minderheitseigner eines neu zu gründenden Gemeinschaftsunternehmens. Damit werde ein "nahtloser Übergang des Cateringgeschäftes sichergestellt". Die Partnerschaft gewährleiste "ein hohes Maß an Sicherheit für die Arbeitsplätze", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Die Gewerkschaft Verdi hatte gegen den Verkauf Widerstand geleistet.

In dem Vertrag verpflichtet sich Lufthansa langjährig, die Bordverpflegung an den Langstrecken-Standorten Frankfurt, München und Zürich von der Gategroup zu beziehen. Lufthansa will sich stärker auf das Airlinegeschäft konzentrieren. Der Deal steht noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden. Die übrigen Teile der Bordverpflegungssparte sollen im kommenden Jahr verkauft werden.

Die LSG Sky Chefs beschäftigen weltweit rund 35.500 Mitarbeiter. In den verkauften Unternehmensteilen arbeiten rund 7.100 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro erwirtschafteten. Der Verkauf an Gategroup habe "keine wesentlichen Auswirkungen" auf das operative Ergebnis und den Gewinn in den Jahren 2019 und 2020, so Lufthansa.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Lufthansa-Aktie ist zwar weiterhin nicht für Anleger mit einem schwachen Nervenkostüm geeignet. Mutige mit einem langen Atem können bei der günstig bewerteten Aktie aber weiter zugreifen. Gerade der heutige Rücksetzer von gut zwei Prozent bietet eine gute Chance hierfür. Ein Stopp bei 13,40 Euro sichert nach unten ab.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.