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04.05.2020 Marion Schlegel

Deutz: Das war’s mit der Dividende!

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Deutz

Der Motorenbauer Deutz will wegen der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für 2019 keine Dividende zahlen. Der Hauptversammlung, die am 25. Juni online stattfinden soll, werde die Aussetzung der Dividendenzahlung vorgeschlagen, teilte das im SDAX notierte Unternehmen am Montag in Köln mit. Der Konzern hatte bereits Anfang April mitgeteilt, dass wegen der Unsicherheit infolge der weltweiten Corona-Krise die zuvor angekündigte Dividende von 15 Cent je Stückaktie überprüft werde.

Mit der gestrichenen direkten Gewinnbeteiligung für die Aktionäre soll die finanzielle Stabilität des Unternehmens gestärkt und die Liquidität abgesichert werden. Da das Unternehmen knapp 121 Millionen Aktien hat, bleiben durch diesen Schritt rund 18 Millionen Euro im Haus. Deutz hatte bereits 2019 die sich abkühlende Konjunktur deutlich zu spüren bekommen. Unter dem Strich brach das Konzernergebnis um rund ein Viertel auf 52 Millionen Euro ein.

Deutz (WKN: 630500)

Mitte März hatte es geheißen, dass die Anteilseigner dennoch eine Dividende auf Vorjahreshöhe erhalten sollen. An diesem Donnerstag will Deutz die Zahlen für das erste Quartal vorlegen.

Bereits vor den Quartalszahlen hat die Baader Bank zuletzt erneut einen genaueren Blick auf Deutz geworfen. Analyst Peter Rothenaicher hat dabei seine Einstufung für Deutz mit „Buy“ und einem Kursziel von 5,80 Euro bestätigt. Er rechnet allerdings gemäß einer am Donnerstag veröffentlichten Studie mit negativen Ergebnissen des Motorenherstellers. Im laufenden Jahr dürften die Umsätze erheblich zurückgehen.

Bereits vor der Corona-Krise hatte das Unternehmen mit deutlichen Problemen zu kämpfen. Nicht umsonst ist die Aktie im 1-Jahresvergleich mit einem Minus von 60 Prozent der drittschlechteste Wert im SDAX. Mittlerweile ist allerdings bereits viel Negatives im Kurs eingepreist. Der Deutz-Vorstand hat zudem einiges unternommen, um wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. DER AKTIONÄR wird am Donnerstag über die Entwicklung im ersten Quartal berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)