Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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02.09.2020 Jochen Kauper

Daimler-Aktionäre aufgepasst: Wichtiger Termin!

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Daimler

Daimler setzt heute zum lange ersehnten Befreiungsschlag an. Um 14.00 Uhr wird Vorstandschef Ola Källenius im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen die neue S-Klasse enthüllen. Zugleich nimmt die neue "Factory 56" den Betrieb auf: eine komplett neue, rundum vernetzte und digitalisierte und CO2-neutrale Fabrik.

Neben der neuen S-Klasse soll in der neuen Fabrik ab 2021auch das Top-Modell der Elektrobaureihe EQ, der EQS, gebaut werden.

Kein anderes Modell ist so wichtig für das Prestige der Marke wie die S-Klasse. In sein Flaggschiff baut Daimler traditionell so ziemlich alles ein, was an neuen Technologien zu kriegen ist. Schon seit Wochen schürt der Konzern mit ersten Details und Einblicken im Internet die Erwartungen. "So viele Dinge mussten wir umplanen in diesem Jahr, im Privat- wie im Berufsleben", sagte Källenius vorab in einer Twitter-Botschaft. "Dieses hier nicht."

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"Mit der neuen S-Klasse, dem EQS will Daimler die Speerspitze des E-Autos im Luxurymarkt abbilden."

Ferdinand Dudenhöffer CAR-Institut

„Mit der neuen S-Klasse, dem EQS will Daimler die Speerspitze des E-Autos im Luxurymarkt abbilden und ist in eigene E-Plattformen eingestiegen. Eine gute Entwicklung, aber eben etwas später als der VW-Konzern“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.

Die Analysten der Deutschen Bank sind zuversichtlich: Von der Vorstellung der neuen S-Klasse im September versprechen sie sich neue Impulse für Daimler.

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Mit der "Factory 56" wiederum geht der Konzern auch ein Problem an, das Källenius seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr immer wieder angesprochen hat: die Effizienz. Komplette Digitalisierung und Vernetzung sowie der Datenaustausch in Echtzeit sollen die Produktion bis 2022 um bis zu 15 Prozent effizienter machen, hat Mercedes-Benz-Vorstand Jörg Burzer kürzlich angekündigt. In der "Factory 56" läuft das dafür entwickelte System namens "MO360" erstmals in vollem Umfang. Klappt alles reibungslos, soll das Werk künftig als Blaupause für das weltweite Produktionsnetzwerk dienen.

Daimler (WKN: 710000)

Einen Erfolg mit der S-Klasse kann Daimler nicht nur gut gebrauchen - er ist quasi Pflicht. Die Daimler-Aktie konnte zuletzt ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Unter anderem deshalb, weil viele Analysten erwarten, dass sich die Absatzentwicklung im August weiter verbessert hat. Auch die schnelle Erholung in China nach der Corona-Krise soll kein kurzer Einmaleffekt sein.

Nachdem der Abwärtstrend aus dem Jahr 2018 bei 42,30 Euro überwunden wurde, gilt es diese Marke nun zu verteidigen. Im Anschluss lautet das nächste Etappenziel auf dem Weg nach oben 45,50 Euro. Hier verläuft ein horizontaler Widerstand.

(Mit Material von dpa-AFX).

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