Der Serviceroboter-Spezialist Richtech Robotics steht unter Druck: Die Aktie bricht um 20 Prozent ein, nachdem ein kritischer Bericht von Hunterbrook Zweifel an der kürzlich angekündigten Zusammenarbeit mit Microsoft geweckt hat. Das steckt dahinter.
Auslöser der Turbulenzen war eine Mitteilung vom Dienstag, in der Richtech von einer „engen Zusammenarbeit“ mit Microsoft im Rahmen der sogenannten AI Co-Innovation Labs sprach. In der Folge sprang die Aktie kurzfristig um rund 40 Prozent an.
Laut eines Berichts von Hunterbrook entsprach die Marktreaktion jedoch nicht der tatsächlichen Bedeutung der Beziehung. Microsoft habe die Verbindung lediglich als gewöhnliche Kundenbeziehung ohne kommerziellen Charakter eingeordnet. Die AI Co-Innovation Labs seien primär als kurzfristige, kostenlose Entwicklungsprogramme konzipiert und nicht als Hinweis auf eine strategische Partnerschaft zu verstehen.
Zusätzlichen Druck brachte eine verwässernde Kapitalmaßnahme, die zeitlich eng auf den Kursanstieg folgte. Richtech bestätigte am Donnerstag den Abschluss einer bereits angekündigten Privatplatzierung über 8,5 Millionen Class-B-Aktien, die einen Bruttoerlös von rund 38,7 Millionen Dollar einbrachte.
Hinzu kommen formale Unsicherheiten: Richtech hat die Frist zur Einreichung seines 10-K-Berichts verpasst, was die Möglichkeiten zur künftigen Kapitalbeschaffung einschränken könnte. Hunterbrook vermutet, dass die Kommunikation rund um die Microsoft-Zusammenarbeit auch dem Zweck gedient haben könnte, den Aktienkurs vor der Platzierung zu stützen.
Richtech Robotics entwickelt KI-gestützte Roboterlösungen für Service-, Gastronomie- und gewerbliche Anwendungen. Der Robotermarkt ist ein Milliardenquelle und Anleger sollten sich frühzeitig positionieren, um von dem Boom zu profitieren. Wer das Risiko eines Einzelinvestments scheut, setzt auf den neuen Robotic Index des AKTIONÄR.
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Heute, 12:35