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Microsoft‑Aktie: Reichen jetzt 43 Prozent Azure‑Wachstum?

Microsoft‑Aktie: Reichen jetzt 43 Prozent Azure‑Wachstum?
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Ingo Nix Heute, 08:23 ‧ Ingo Nix
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Die Microsoft-Aktie hat seit Mitte Juli rund ein Drittel zugelegt – und genau das macht den nächsten Schritt schwerer. Morgan Stanley bestätigt zwar das Kursziel von 600 Dollar, knüpft weiteres Aufwärtspotenzial vor den Quartalszahlen am 28. Oktober aber an drei Bedingungen: ein Azure-Wachstum im mittleren 40-Prozent-Bereich, mehr Umsatz mit Microsoft 365 und dem KI-Assistenten Copilot sowie disziplinierte Kosten.

Microsoft-Aktie: Was Morgan Stanley jetzt sehen will

Die Messlatte liegt knapp über dem zuletzt Erreichten: Im vierten Geschäftsquartal bis Ende Juni wuchs Azure um 43 Prozent. Analyst Adam Wood traut der Cloud-Sparte die Beschleunigung zu, weil nicht die Nachfrage der Engpass ist, sondern die Rechenleistung. Nach dem Kapazitätstracker der Bank hat Microsoft im Geschäftsjahr 2026 rund 3,25 Gigawatt Rechenzentrumsleistung ans Netz gebracht, im laufenden Geschäftsjahr sollen etwa 4,25 Gigawatt folgen – knapp ein Drittel mehr. Jedes zusätzliche Gigawatt ist vermietbare Rechenzeit, also Azure-Umsatz.

Der Haken liegt im Preis und im Strom. Mit dem 27-Fachen des Gewinns der nächsten zwölf Monate ist die Aktie zwar noch günstiger als im historischen Schnitt vom 28- bis 29-Fachen, der Abschlag ist aber geschrumpft. Und die Kapazitätsthese hat einen wunden Punkt: DER AKTIONÄR berichtete bereits darüber, dass Microsoft als Ankermieter eines geplanten Nscale-Rechenzentrums im englischen Essex aussteigt, weil dort der Strom womöglich erst in den 2030er-Jahren ankommt. Gigawatt im Plan sind noch keine Gigawatt am Netz.

Microsoft (WKN: 870747)

Die Aktie schloss am Montag bei 533,52 Dollar, 3,65 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 553,72 Dollar. Dort verläuft auch die obere Trendlinie der Hochs seit März, an der die Aktie zuletzt abdrehte. Erste Unterstützung ist die 20-Tage-Linie bei 521,82 Dollar, dann die 50-Tage-Linie bei 506,20 Dollar, über der sie seit August notiert. Über der 200-Tage-Linie bei 435,50 Dollar liegt sie 22,51 Prozent. Ein Schlusskurs unter der 50-Tage-Linie würde den Aufwärtstrend seit Juli belasten. 

Ob Microsoft die Hürde nimmt, zeigt sich am Mittwoch, 28. Oktober, nach US-Börsenschluss. Der Optionsmarkt rechnet aktuell mit einer Kursbewegung von rund sechs Prozent in beide Richtungen. 

Microsoft ist eine laufende Empfehlung des AKTIONÄRS.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.

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