Rechenzentren, Glasfaser, Funktürme: In New York trifft sich nächste Woche die Spitze der Infrastruktur-Finanzierer. Warum das Treffen für Anleger zählt – und wo Nvidia im Chart steht.
Wenn sich am 6. und 7. Oktober im Conrad Downtown in New York rund 850 Investoren, Finanzierer und Berater zur TMT Finance USA 2026 treffen, geht es um das Rückgrat der Künstlichen Intelligenz: Rechenzentren, Glasfaser, Funktürme und Cloud. Die Konferenz gilt laut Veranstalter als wichtigster Treffpunkt für Übernahmen und Finanzierungen in der digitalen Infrastruktur Nordamerikas. Im Vorjahr kamen gut 700 Teilnehmer, das Interesse wächst mit dem Kapitalbedarf.
Rechenzentren: Rekorddeals und volle Auftragsbücher
Die Zahlen zeigen, wie viel Geld in die Branche drängt. Laut S&P Global Market Intelligence flossen im Jahr 2025 insgesamt 63,35 Milliarden Dollar in US-Rechenzentren, 72 Prozent davon kamen von Finanzinvestoren. Und der Strom reißt nicht ab: Die Ratingagentur Moody's erwartet, dass die großen Cloudkonzerne von Microsoft über Amazon bis Oracle im Jahr 2026 rund 785 Milliarden Dollar investieren und 2027 auf knapp eine Billion Dollar zusteuern. Ein Meilenstein war die Übernahme von Aligned Data Centers für rund 40 Milliarden Dollar durch ein Konsortium um BlackRock, Microsoft und Nvidia. Nvidia liefert zugleich die Chips für die neuen Hallen.
In New York dürfte es jedoch auch um die Bremsen des Booms gehen. Verkäufer verlangen Rekordpreise, Käufer zögern. Neue Rechenzentren warten oft jahrelang auf einen Stromanschluss. Und weil vieles auf Kredit gebaut wird, verteuern hohe Zinsen jedes Projekt.
Für Nvidia heißt das: Der Löwenanteil des Umsatzes, zuletzt mehr als 90 Prozent, stammt aus dem Rechenzentrumsgeschäft, und das hängt an den Budgets weniger Cloudkonzerne.
Nvidia schloss am Mittwoch bei rund 228 Dollar. Der Rekordschluss vom Mai ist in greifbarer Nähe und bildet den nächsten Widerstand. Eine erste Unterstützung bildet die 50-Tage-Linie bei 217 Dollar, darunter warten das Septembertief bei 209 Dollar und die 200-Tage-Linie bei rund 200 Dollar.
Die Konferenz wird sicherlich neue Impulse für die Branche liefern, die nächsten harten Zahlen wird Nvidia erst Mitte November belegen können.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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