Merck & Co will den Antikörper Tulisokibart nach positiven Phase-2b-Daten in die finale Phase 3 bringen. In einer Studie mit 149 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa (HS) erreichte das Mittel nach 16 Wochen laut Ergebnissen vom August die primären und sekundären Endpunkte.
Tulisokibart soll TL1A blockieren und T-Zell-Aktivitäten dämpfen. Gemessen wurde die HiSCR50, eine klinische Ansprechrate bei HS. Mindestens 50 Prozent weniger Abszesse und entzündliche Knoten, ohne Zunahme der Abszesszahl erreichten 72 Prozent in der Hochdosis-, 64 Prozent in der mittleren und 52 Prozent in der Niedrigdosisgruppe. Beim strengeren Kriterium HiSCR75 lagen die Ansprechraten bei 41, 40 und 29 Prozent, gegenüber 15 Prozent unter Placebo.
Nebenwirkungen traten bei 42,9 Prozent in der Hochdosis-, 47,6 Prozent in der mittleren und 52,4 Prozent in der Niedrigdosisgruppe auf; unter Placebo waren es 40,9 Prozent. Schwerwiegende Ereignisse meldeten je 2,4 Prozent in der Hoch- und Mitteldosisgruppe, 4,8 Prozent bei niedriger Dosis und 2,3 Prozent unter Placebo.
Bei HS handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die sich durch schmerzhafte Knoten und Abszesse äußert. Schätzungen zufolge lebt weltweit etwa einer von 100 Menschen mit der Erkrankung. Die Studienresultate bilden nun die Grundlage für Mercks weitere Entwicklung von Tulisokibart bei HS.
Die Aktie von Merck & Co hat sich in den vergangenen Monaten extrem stark entwickelt. Ende August markierte sie bei 156,92 Dollar ein neues Rekordhoch. Seitdem konsolidiert das Papier. Anleger liegen bei der Aktie aber seit der Empfehlung des AKTIONÄR im Oktober vergangenen Jahres noch immer rund 75 Prozent im Plus. Die Aussichten bleiben langfristig gut, aktuell ist das Papier eine Halteposition. Ein Stopp bei 102,00 Euro sichert die Gewinne nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Merck & Co..
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