Goldman Sachs hat 23 defensive Aktien herausgefiltert, die die US-Investmentbank für den Fall einer weiteren Konjunkturabkühlung als aussichtsreich sieht. Dazu zählt auch der Parma-Riese Merck & Co, dessen Aktie in zwölf Monaten mehr als 70 Prozent zugelegt hat. In den kommenden Tagen wird es bei dem Wert bereits wieder spannend. Am 29. Oktober legt Merck Quartalszahlen vor.
Goldman-Stratege Ben Snider hat den Russell 1000, den Index der 1.000 größten US-Werte, nach zwei Merkmalen gefiltert: Der Kurs schwankt weniger als bei den Branchennachbarn, und der Free Cash Flow – das Geld, das nach allen Investitionen übrig bleibt – ist im Verhältnis zum Börsenwert hoch. Merck & Co kommt über die vergangenen vier Quartale auf eine Cashflow-Rendite von fünf Prozent. Spitzenreiter der Liste ist Tyson Foods.
Die Logik dahinter: Krebsmittel und Impfstoffe werden auch verschrieben, wenn das Wachstum lahmt. Gemessen an den für die kommenden zwölf Monate erwarteten Gewinnen zahlen Anleger inzwischen das 16-Fache, was angesichts des zu erwartenden Wachstum aber immer noch moderat ist. Zudem rechnet Goldman im eigenen Basisszenario für 2027 mit schneller steigenden Realeinkommen, insbesondere bei einkommensschwächeren Verbrauchern. Das könnte einen Aufholtrade bei konsumnahen Werten stützen.
Die Aktie von Merck & Co. konnte am Freitag in einem allgemein schwachen Markt 0,5 Prozent zulegen auf 145,95 Dollar. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei knapp 157 Dollar Ende August befindet sich die Aktie auf Konsolidierungskurs. Unterstützung erhält das Papier von der 50-Tage-Linie, die zuletzt zurückerobert werden konnte. Der übergeordnete Trend ist weiter intakt: Die Aktie liegt 16,9 Prozent über der 200-Tage-Linie bei 125 Dollar.
Fundamental wird es bei Merck & Co in den kommenden Tagen gleich doppelt spannend. Partner Moderna präsentiert am Samstag wichtige Studiendaten. Am Donnerstag, 29. Oktober legt Merck seine Zahlen für das zurückliegende Quartal vor. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 102,00 Euro dabei.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Merck & Co..
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