Der Pharmakonzern Merck Co. erwartet, dass sich die Herstellung seines personalisierten Krebsimpfstoffs, den er gemeinsam mit Moderna entwickelt, mit der Zeit beschleunigen lässt. Konzernchef Rob Davis sagte dem Sender CNBC, dass der Prozess derzeit rund sechs Wochen dauert, von der Sequenzierung des Tumors bis zur Auslieferung ans Krankenhaus. Ein kürzerer Zeitplan könnte mehr Patienten erreichen.
Der Impfstoff richtet sich gezielt gegen die individuellen Mutationen im Tumor jedes Patienten, was die Produktion aufwendig macht. Das Immunsystem soll lernen, diese Krebsmerkmale zu erkennen und zu bekämpfen. In Kombination mit dem Blockbuster Keytruda soll die Abwehr zusätzlich gestärkt werden.
Davis räumt ein, dass es sich um ein "komplexes System" handelt. Der Prozess sei jedoch "sehr präzise im Griff". Zunächst gehe es darum, die Lieferketten und den Markt vorzubereiten. "Ich glaube, dass sich der Zeitplan mit der Zeit verkürzen wird", so Davis.
Im August hatten beide Unternehmen erste positive Daten aus einer späten Studie vorgelegt, in der die Impfung mit Keytruda bei Melanom-Patienten getestet wurde. Weitere Studien laufen bei Lungen-, Blasen- und Nierenkrebs. Eine Heilung sei noch nicht in Reichweite.
Zeitgleich eröffnete Merck in West Point, Pennsylvania, ein neues Forschungszentrum namens "Advance" mit rund 120.000 Quadratfuß Fläche. Robotik und KI sollen biologische Proben aus laufenden Wirkstoffprogrammen schneller auswerten.
Sowohl die Aktie von Merck & Co. als auch die Aktie von Moderna präsentieren sich seit Monaten extrem stark. Am Mittwoch konnten beide Titel erneut kräftig zulegen. Merck gewann 3,8 Prozent auf 147,37 Dollar. Damit nimmt die Aktie wieder Anlauf in Richtung des im August bei 156,92 Dollar markierten Allzeithochs. Die Aktie von Moderna legte 4,6 Prozent zu auf 226,30 Dollar. Sie notiert damit nahe ihres vor Kurzem bei 227,46 Dollar markierten Mehrjahreshochs. AKTIONÄR-Leser konnten von der Rally beider Werte stark partizipieren. Merck & Co liegt seit der Empfehlung gut 76 Prozent im Plus, Moderna mehr als 300 Prozent. Moderna befindet sich auch im AKTIONÄR-Depot. Für beide Titel gilt: Gewinne laufen lassen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Merck & Co., Moderna.
Aktien von Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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