Moderna setzt erneut zum Sprung an: Die Aktie des US-Biotechkonzerns legt derzeit mehr als zwölf Prozent zu und ist damit der mit Abstand größte Gewinner im Nasdaq 100. Der heutige Kurssprung bedeutet gleichzeitig ein neues 52-Wochen-Hoch.
Der wichtigste Kurstreiber ist die Rückkehr in den Nasdaq-100. Moderna ersetzt dort Warner Bros. Discovery. Weil mehr als 200 Anlageprodukte den Index abbilden und zusammen über 800 Milliarden Dollar verwalten, mussten Indexfonds und ETFs Moderna-Aktien aufnehmen. Diese regelgebundene Nachfrage sorgte für zusätzlichen Kaufdruck.
Für Moderna ist die Indexaufnahme ein Comeback. Nach dem pandemiebedingten Boom war die Aktie aus dem Nasdaq-100 gefallen und zeitweise bis auf 22 Dollar abgesackt. Inzwischen hat sie binnen eines Jahres mehr als 670 Prozent zugelegt und zählt damit zu den stärksten Performern am Markt.
Neben dem technischen Impuls richtet sich der Blick der Anleger auf die Krebsforschung. Im Zentrum stehen die für den 24. Oktober angekündigten detaillierten Phase-3-Daten zu Intismeran Autogen, einer individualisierten Neoantigen-Therapie, die Moderna gemeinsam mit Merck entwickelt. Die Ergebnisse sollen auf einem Presidential Symposium vorgestellt werden; zusätzlich ist ein Webcast für Investoren geplant. Positive Daten gelten als möglicher Meilenstein für individualisierte mRNA-Krebsbehandlungen.
Auch personell stellt sich Moderna auf: Juan Andres übernimmt den Posten des Chief Operating Officer. Er soll den Ausbau der Produktionskapazitäten vorantreiben. Rückenwind kam zudem vom Gesamtmarkt. Nach dem Ausverkauf am Donnerstag erholten sich die US-Börsen am Freitag.
Auch wenn die Aktie von Moderna mittlerweile kein Schnäppchen mehr ist, gilt „the trend is your friend“. Und kann Moderna tatsächlich im lukrativen Onkologiebereich weitere Erfolge feiern, wird die Aktie langfristig gefragt bleiben. Anleger lassen deswegen ihre Position nach den jüngsten Teilgewinnmitnahmen weiter laufen. DER AKTIONÄR setzt auch weiterhin im AKTIONÄR-Depot auf den Titel.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna.
Aktien der Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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