Künstliche Intelligenz wird die Zukunft entscheidend verändern. Doch der Hunger nach Energie ist gewaltig. Florian Söllner hat sich für dieses Szenario früh positioniert – mit Erfolg.
Seit zehn Jahren begleitet Florian Söllner Anleger mit dem Hot Stock Report. Sein Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig zu identifizieren, die von großen technologischen und industriellen Umbrüchen profitieren. Dass dieser Ansatz aufgeht, zeigt sich nicht nur an frühen Investments wie Nvidia, sondern auch an aktuellen Entwicklungen im Depot 2030. Besonders deutlich wird das an zwei Titeln: Siemens Energy und Bloom Energy.
„Auf den Spuren von Lynch und Buffett gelingen gerade die größten Gewinne.“
Gegen den Mainstream
Siemens Energy wurde in einer Phase ins Depot 2030 aufgenommen, in der operative Probleme und eine angespannte Ergebnislage das Bild prägten. Viele Analysten rieten zu dieser Zeit von einem Kauf der Aktie ab. Entscheidend für Söllner war jedoch die strategische Bedeutung des Konzerns. Siemens Energy liefert zentrale Komponenten für Energie- und Netzinfrastruktur – also genau jene Systeme, die für den Ausbau von Rechenzentren, Industrieautomatisierung und Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz zwingend benötigt werden.
Diese Einschätzung hat sich inzwischen auch operativ bestätigt. Das Management hat die Margenziele auf 14 bis 16 Prozent angehoben und ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu sechs Milliarden Euro angekündigt. Der Mut, dann zu kaufen, wenn andere Angst haben, machte sich bezahlt. Seit der Erstempfehlung legte die Aktie um 764 Prozent zu. Aus einem Restrukturierungsfall wurde einer der wichtigsten Infrastrukturwerte im europäischen Energiesektor.
Strom für die KI
Bloom Energy adressiert einen anderen Engpass der KI-Expansion: den stark steigenden Energiebedarf. Das US-Unternehmen entwickelt Festoxid-Brennstoffzellen, mit denen Strom dezentral und unabhängig vom klassischen Netz erzeugt werden kann. Für Betreiber von KI-Rechenzentren ist Versorgungssicherheit ein entscheidender Faktor.
Bloom Energy wurde im Juli 2025 ins Depot 2030 aufgenommen. Seitdem liegt der Titel mit über 300 Prozent im Plus. Die Aktie bleibt volatil, steht aber exemplarisch für Investitionen in neue Märkte, die sich erst im Aufbau befinden und entsprechend hohe Wachstumsraten ermöglichen können.
Erfolgreiche Strategie
Beide Investments folgen derselben Grundidee: frühzeitig positionieren, wenn strukturelle Bedeutung und Marktmeinung noch auseinanderliegen. Dabei wird nicht auf kurzfristige Impulse gesetzt, sondern auf klare Einstiegslogik und konsequentes Positionsmanagement. Insgesamt liegt das Depot 2030 seit 2015 mit rund 403 Prozent im Plus und damit deutlich vor dem DAX.
Das Zukunfts-Depot
Das Depot 2030 bildet das Kernstück des Hot Stock Report. Es bündelt ausgewählte Aktien, die aus Sicht von Florian Söllner strukturelle Gewinner der kommenden Jahre sein können. Entscheidend für die Aufnahme sind Qualität und Timing der Einstiege. Investiert wird dann, wenn Marktposition, operative Entwicklung und Bewertung ein attraktives Verhältnis ergeben. Positionen werden anschließend aktiv gesteuert – mit klaren Regeln für Gewinnmitnahmen und Risikokontrolle.
Die neue Siemens Energy?
Siemens Energy und Bloom Energy stehen für zwei unterschiedliche, aber erfolgreiche Investmentansätze – vom antizyklischen Turnaround bis zur gezielten Positionierung in neuen Märkten. Genau auf dieser Basis wurde zuletzt auch eine weitere deutsche Aktie neu in das Depot 2030 aufgenommen. Der Titel weist Parallelen zur frühen Phase von Siemens Energy auf: hohe Relevanz für den künftigen Energiebedarf, eine zentrale Rolle in der industriellen Wertschöpfung und eine aktuell noch zurückhaltende Bewertung. Im Zuge seiner Recherche stand Florian Söllner auch im Austausch mit dem Management des Unternehmens und sieht jetzt die Chance, erneut frühzeitig bei einem der kommenden Gewinner positioniert zu sein.
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Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 06/2026 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.
02.02.2026, 12:00