Schneider Electric hebt die Jahresprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Der Umsatz im dritten Quartal kletterte auf den Rekordwert von 11,46 Milliarden Euro, organisch ein Plus von rund 17 Prozent. Analysten hatten im Schnitt nur 11,13 Milliarden Euro erwartet. Die Aktie hatte seit der Ankündigung der PTC-Übernahme am 5. Oktober rund 15 Prozent verloren.
Schneider-Electric-Zahlen: Was hinter dem Rekord steckt
Treiber bleibt das Geschäft mit Rechenzentren. Die Nachfrage dort legte im Quartal um mehr als 100 Prozent zu, angeführt von Nordamerika; China und Ostasien zogen auf ein ähnliches Tempo nach. Der Umsatz in diesem Segment stieg zweistellig. Die Sparte Energiemanagement wuchs organisch um 18,8 Prozent auf 9,62 Milliarden Euro. Die Industrieautomation kam nur auf 8,1 Prozent, gebremst vor allem von der Prozessindustrie in China. Für 2026 peilt der Konzern beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITA) nun ein organisches Plus von 18 bis 21 Prozent an, bisher waren es 14 bis 19 Prozent. Der Umsatz soll aus eigener Kraft um 12 bis 14 Prozent zulegen statt um 10 bis 13 Prozent.
Das Management warnt jedoch, dass Störungen im Nahen Osten das vierte Quartal belasten können, mit Druck auf die Lieferketten und steigender Inflation. Dazu kommt die Rechnung für PTC: 16 bis 17 Milliarden Euro neue Schulden und neue Aktien für fünf bis sechs Milliarden Euro. Diese Last hat die Börse in den vergangenen Tagen eingepreist.
Vorbörslich springt die Aktie auf Gettex um runde 4 Prozent auf 269 Euro und damit zurück über die 200-Tage-Linie bei 268,37 Euro. Hält die Linie, wird aus dem Widerstand der vergangenen Tage eine Unterstützung. Nächster Widerstand ist die 100-Tage-Linie bei 282,05 Euro. Knapp darüber beginnt bei 284,20 Euro die Kurslücke vom 5. Oktober, dem Tag der PTC-Ankündigung. Fällt die Aktie zurück, bietet die Zone um 250 Euro Halt, an der sie am 7. und am 15. Oktober nach oben drehte.
Was die Zahlen für die Bewertung und den PTC-Deal bedeuten, wird die Telefonkonferenz heute ab 8:30 Uhr zeigen.
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