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Tesla‑Absturz reißt Cathie Woods ARK Innovation ETF mit – die Rechnung

Tesla‑Absturz reißt Cathie Woods ARK Innovation ETF mit – die Rechnung
Foto: Ark invest
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Ingo Nix Heute, 09:07 Ingo Nix
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Cathie Woods Flaggschiff gab am Freitag 1,06 Prozent ab, Tesla 5,92 Prozent. Die zweite Zahl erklärt den größeren Teil der ersten. Tesla und SpaceX kommen zusammen auf knapp 16 Prozent des Fondsvermögens und stehen unter demselben Vorstandschef. Wer die Gewichte gegen die Tagesbewegung rechnet, stößt auf den eigentlichen Befund.

Die Bestandsliste des Fonds vom 4. September weist Tesla mit 9,62 Prozent und SpaceX mit 6,28 Prozent Gewicht aus, dahinter folgt der Stablecoin-Emittent Circle Internet Group mit 6,06 Prozent. Verliert die Tesla-Aktie 5,92 Prozent, kostet dieses Gewicht rechnerisch 0,57 Prozentpunkte – bei einem Tagesminus von 1,06 Prozent im Fonds. Mit der SpaceX-Aktie, die 1,2 Prozent abgab, sind es zusammen rund 0,65 Punkte oder etwa 61 Prozent des Tagesverlusts.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Tesla: Ein Termin ohne Antworten

Auslöser war ein Termin, der ein Meilenstein sein sollte. Am Donnerstagabend nahm Tesla den zweisitzigen Cybercab in Austin in den bezahlten Betrieb – ohne Livestream, ohne Auftritt von Elon Musk, mit geladenen Gästen unter Verschwiegenheitserklärung. Zu Preisen, Produktionstempo und Ausrollplan gab es nichts. 

Parallel eröffnete die US-Verkehrsbehörde NHTSA die Audit Query AQ26002. Sie prüft, auf welcher technischen Grundlage Tesla rund 1.000 Cybercabs selbst als konform mit den bundesweiten Sicherheitsstandards zertifiziert hat – bei einem Fahrzeug ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel. Die Amazon-Tochter Zoox hatte ihr fahrerloses Fahrzeug 2022 ebenfalls selbst zertifiziert. Nach dem Einspruch der Behörde beantragte sie die förmliche Ausnahmegenehmigung und erhielt sie erst im Juli 2026 — vier Jahre später.

Regulierung: Wenn alte Regeln neue Technik prüfen

Der Vorgang reicht über Tesla hinaus. Einen Tag vor dem Start in Austin verständigten sich alle 20 G20-Staaten in Chapel Hill auf die „Carolina-Prinzipien“: neue Vorschriften nur für wirklich neuartige Fälle, keine eigenen KI-Aufsichtsbehörden, im Zweifel greifen die bestehenden Fachaufsichten. In Austin läuft dieses Modell im Feldversuch. Die NHTSA ist eine Fachbehörde alten Zuschnitts, ihre Standards stammen aus einer Zeit, in der jedes Auto ein Lenkrad hatte. Geprüft wird nach dem Marktstart statt davor. Musk selbst hatte sich am Dienstag per Video an das Treffen gewandt und die europäische Technologieregulierung als Fortschrittsbremse bezeichnet.

SpaceX: Der zweite Musk im Depot

Die Klammer, die den Freitag interessant macht, ist der gemeinsame Vorstandschef. Seit dem Börsengang im Juni zu 135 Dollar ist SpaceX an der Nasdaq notiert und in ARKs Flaggschiff die Nummer zwei. Überdehnen sollte man den Zusammenhang nicht: Minus 1,2 Prozent liegen bei einer Aktie, die seit dem Debüt zwischen 104,83 und 225,64 Dollar geschwankt hat, im normalen Rauschen.

Das eigentliche Risiko ist ein anderes. Zwei Positionen von zusammen knapp 16 Prozent teilen sich denselben Schlagzeilengeber und dieselbe Regulierungslogik für autonome Systeme. Wer beide hält, verteilt sein Geld auf zwei Unternehmen, aber nicht auf zwei Risiken.

Der vergangene Freitag war kein dramatischer Einbruch, sondern ein Gradmesser. Ein schlechter Produkttermin bei einem von 47 Werten erklärt gut die Hälfte des gesamten Tagesverlusts des ETFs und belegt, wie ungleich die Streuung dieses Fonds gewichtet ist.

Tesla ist aktuell keine laufende Empfehlung, stattdessen sieht DER AKTIONÄR die beste Chance innerhalb des Musk-Imperiums bei SpaceX. 

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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla, SpaceX.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SpaceX befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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