Die Entscheidung ist ein weiterer Schlag in die Magengrube für Vonovia. Goldman Sachs gehörte bislang zu den größten Optimisten unter den Analysten. Doch die langjährige positive Einschätzung von Analyst Jonathan Kownator ist nun Geschichte – sie hat sich bei Vonovia nicht ausgezahlt.
- Goldman Sachs senkt das Kursziel von 29,50 auf 21,20 Euro.
- Die US-Investmentbank stuft Vonovia von „Buy“ auf „Neutral“ ab.
- Vonovia fliegt damit aus der „Conviction List“ von Goldman Sachs.
Die Vonovia-Aktie bekommt den nächsten Dämpfer: Goldman Sachs hat die Papiere des Wohnimmobilienkonzerns von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel deutlich von 29,50 auf 21,20 Euro gesenkt. Damit fliegt Vonovia zugleich aus der „Conviction List“ der US-Investmentbank. Die Aktie hält sich vor diesem Hintergrund allerdings beachtlich und gibt am Montag nur leicht nach.
Die Entscheidung ist ein weiterer Schlag in die Magengrube für Vonovia. Goldman Sachs gehörte bislang zu den größten Optimisten unter den Analysten. Die langjährige positive Anlagethese von Analyst Jonathan Kownator ist nun Geschichte – sie hat sich bei Vonovia nicht ausgezahlt.
Kownator begründete die Neubewertung am Montag unter anderem mit dem vorsichtigen Tenor auf einer Branchenkonferenz am vergangenen Donnerstag. Vor dem Hintergrund steigender Zinsen sei die Stimmung zurückhaltend gewesen. Zwar stünden für attraktive Chancen weiterhin ausreichend Finanzierungsmittel zur Verfügung. Die höheren Kapitalkosten erschwerten jedoch die Umsetzung der Konzernstrategie.
Die operativen Trends bei Vonovia bleiben laut Goldman Sachs grundsätzlich solide. Das gilt insbesondere für das Mietwachstum. Dennoch passte Kownator seine Schätzungen und Prognosen für die Kapitalkosten an.
Neben den Zinsen sorgt auch die Politik für Unsicherheit. Vor allem in Berlin bleibt das Umfeld für den Wohnimmobilienkonzern schwierig. Die politischen Rahmenbedingungen erschweren eine verlässliche Planung und belasten damit ebenfalls die Investmentstory.
Dass die Vonovia-Aktie trotz der deutlichen Kurszielsenkung und der Abstufung nur leicht nachgibt, ist bemerkenswert. Offenbar hatten Anleger bereits mit einem schwierigeren Umfeld gerechnet. Die Entfernung von der „Conviction List“ ist dennoch ein klares Signal: Goldman Sachs sieht kurzfristig kein ausreichendes Aufwärtspotenzial mehr, um die Kaufempfehlung zu rechtfertigen.
Die Abstufung von Goldman Sachs ist ein herber Schlag für die Vonovia-Aktie. Zwar bleiben das operative Geschäft und insbesondere das Mietwachstum robust. Die steigenden Zinsen bremsen jedoch die Strategie, während die politische Unsicherheit – vor allem in Berlin – anhält. Es bleibt daher dabei: Die Vonovia-Aktie ist aktuell kein Kauf. Da hilft auch die hohe Dividendenrendite nichts.
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