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Trump: US‑Regierung erwägt neue Chip‑Zölle

Trump: US‑Regierung erwägt neue Chip‑Zölle
Foto: CNP/AdMedia/picture alliance/dpa
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Jan-Paul Fóri Heute, 15:45 Jan-Paul Fóri
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Die US-Regierung prüft offenbar eine neue Runde von Zöllen auf Halbleiter und darauf basierende Technologieprodukte. Nach Informationen von Politico könnten neben Chips auch Laptops, Server für Rechenzentren und Gaming-Hardware betroffen sein. Für die Tech-Branche kommt die Debatte zu einem heiklen Zeitpunkt: Der Wettlauf um die nötige Infrastruktur für Künstliche Intelligenz läuft auf Hochtouren.

  • Washington prüft offenbar neue Zölle auf Halbleiter und weitere Hardware.
  • Betroffen sein könnten unter anderem Rechenzentrumsserver, Laptops und Gaming-Hardware.
  • Die Maßnahmen befinden sich noch in einer frühen Phase und könnten sich in den kommenden Monaten ändern.

US-Präsident Donald Trump will die Produktion von Halbleitern stärker in die USA verlagern. Dafür setzt seine Regierung auf einen Mix aus Investitionsanreizen und Handelsbarrieren. Nach Angaben von acht mit den Plänen vertrauten Personen könnten die neuen Zölle schrittweise eingeführt werden.

Wie hoch die Abgaben ausfallen könnten, ist bislang offen. Auch der genaue Zeitplan steht noch nicht fest. Die Überlegungen befinden sich laut Politico noch in einer frühen Phase. Das Weiße Haus erklärte gegenüber Politico, die Rückverlagerung der Halbleiterproduktion in die USA habe für Trump höchste Priorität. Die Politik des Präsidenten habe bereits Investitionen von mehreren hundert Milliarden Dollar in den Sektor ausgelöst.

Nicht nur Chips betroffen

Besonders relevant ist der mögliche Umfang der Maßnahmen. Dem Bericht zufolge könnten die Zölle nicht auf einzelne Halbleiter beschränkt bleiben. Auch Produkte, in denen Chips zum Einsatz kommen, könnten ins Visier geraten.

Dazu zählen unter anderem Server für Rechenzentren, Laptops und Gaming-Hardware. Gerade bei Rechenzentren könnte das weitreichende Folgen haben. Cloud-Anbieter und Technologieunternehmen investieren derzeit massiv in neue Kapazitäten für Künstliche Intelligenz. Für Unternehmen wie Nvidia, AMD und andere Chipkonzerne ist die Entwicklung deshalb besonders brisant. Höhere Importkosten könnten die Preise für Hardware erhöhen und den Ausbau von Rechenzentren verteuern.

Trump hatte bereits 100 Prozent angedroht

Im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident Abgaben von rund 100 Prozent auf Chips und Halbleiter in Aussicht gestellt. Unternehmen, die ihre Produktion in den USA aufbauen, sollten davon ausgenommen werden.

Im Januar setzte die Regierung zudem einen Zoll von 25 Prozent auf bestimmte KI-Chips in Kraft. Parallel verschärft Washington den technologischen Wettbewerb mit China. Trotz umfangreicher Exportbeschränkungen sollen chinesische Unternehmen weiterhin Zugang zu Nvidia-Chips erhalten haben. Ein Teil davon läuft offenbar über ausländische Cloud-Anbieter.

Nvidia (WKN: 918422)

Trotz der möglichen neuen Zölle sind die Bullen bei Nvidia am Donnerstag am Drücker. Grund: Die jüngsten Quartalszahlen waren deutlich besser als erwartet. Die KI-Rally erhielt dadurch neuen Treibstoff. Nvidia bleibt ein Kauf. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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